Blog Franziska Wehner   Kommentieren   

Das agile Praktikum bei der HR Pioneers GmbH

 

Als ich auf der Suche nach einem Praktikumsplatz war, durchsuchte ich die Stellenanzeigen nach Angeboten in Personalabteilungen und Beratungen. Verglich die Aufgaben, die man mir übertragen würde und die Unternehmensprofile. Da stieß ich auch auf die HR Pioneers GmbH, eine Management Beratung, die sich auf agile Personal- und Organisationsentwicklung, insbesondere Scrum, spezialisiert hatte.

Scrum? Ein Wort, das mir bis dahin nicht im Studium begegnet war und welches meine Neugierde weckte. Sofort suchte ich im Internet die  Erleuterung, was Scrum denn eigentlich sei. Ich fand heraus, dass Scrum ein Vorgehensmodell ist, welches in der Softwareentwicklung stark verbreitet sei. Es baut auf der Erkenntnis auf, dass die meisten Entwicklungsprojekte zu lang und zu komplex sind, als dass man sie von Anfang bis zum Ende angemessen planen könnte. (Berliner Flughafen, Stuttgart 21, Elb-Philharmonie)

Dabei bezieht sich das Entwicklungsmodell von Scrum auf vier Säulen.

  1. Die Zerlegung des Projektes in viele kleine, zeitlich begrenzte Pakete, den so genannten Sprints.
  2. Die Transparenz, die dazu dient, dass sowohl die Erfolge als auch die Hindernisse immer und für jeden sichtbar sind.
  3. Die Überprüfung der bisherigen Erfolge bzw. fertigen Teilprodukte auf ihre Funktionalität.
  4. Die Anforderungen an das Produkt werden nicht ein für alle Mal festgelegt, sondern, den Wünschen des Auftraggebers auch während der Entwicklung angepasst, damit sichergestellt ist, dass das Endprodukt so wird, wie es sich der Kunde vorgestellt hat.

 

Ich fand, dass das alles sehr toll klingt und war verwundert, noch nie davon gehört zu haben. Für mich war klar, hier möchte ich mich bewerben und noch mehr von agilen Themen erfahren. Was sind die einzelnen Bestandteile von Scrum? Wo kann es noch eingesetzt werden?

Heute bin ich bereits über drei Monate bei HR Pioneers und ich habe sowohl den gewünschten Einblick in die Welt einer Beratung, als auch in die Welt von Scrum gewonnen. Die agile Kultur wird selbst hier im Team gelebt und nicht nur den Kunden nahe gebracht. Angefangen bei dem „Board“, wo die Aufgaben, Verantwortungen und Ziele der Mitarbeiter bzw. des Teams aufgeführt sind, und ersichtlich wird, welchen Status sie haben: Task – In Progress – Done. Das macht die Arbeit des Teams für jeden transparent und jeder weiß, woran die Kollegen arbeiten. Dies trägt dazu bei, zu erkennen, welchen Anteil die eigene Arbeit am Gesamtergebnis hat. Das hat in meinen Augen eine enorm motivierende Wirkung.

 

 

Als Praktikant gefällt mir besonders, dass ich in allen Bereichen mitarbeiten darf. So bekomme ich von jedem Thema, an dem die Consultants arbeiten, möglichst viel mit und kann am meisten Erfahrung sammeln.

Jeden Morgen gibt es ein so genanntes Daily. Das gesamte Team kommt zusammen und man berichtet von den aktuellen Stadien der Aufgaben. Durch das miteinander kommunizieren können so Ideen, Ratschläge aber auch Lösungen für Probleme ausgetauscht werden.

Am Ende eines jeden Sprints wird eine Retrospektive gemacht, in der sammelt das Team zusammen mit dem „Product Owner“ bzw. in diesem Fall dem Geschäftsführer die Erfolge des gesamten Teams. Man überlegt, was im letzten Sprint besonders gut gelaufen ist und aus welchen Fehlern man lernen kann. Außerdem gibt es eine Feedbackrunde, wo man die eigentliche Zusammenarbeit beleuchtet, mit dem Ziel, ein möglichst effektives und effizientes Arbeitsklima zu schaffen.

Bis jetzt kann ich ein klares Resumé abgeben: Es macht mir viel Spaß hier zu arbeiten. Ich bin froh, dass meine Neugierde, bezüglich Scrum, gesiegt hat und freue mich auf die nächsten Monate mit vielen neuen Aufgaben und Erfahrungen.

 

 

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