Agiles Personalmanagement | Blog Kati Oimann   Kommentieren   

Wie sehen Feedbacksysteme bei Ihnen aus?

Vor Kurzem haben wir Ihnen die Frage gestellt, wie Feedbacksysteme aufgebaut oder verändert werden müssen, sodass diese in eine agile Unternehmenskultur passen. Anbei finden Sie dazu eine kurze Zusammenfassung.

Vielen Dank für Ihre Antworten!

Aus den Antworten wird deutlich, dass vor allem Respekt, Offenheit und Transparenz  grundlegende Werte sind, auf denen ein Feedbacksystem aufbauen muss.

Das 360-Grad-Feedback wurde häufig als praktiziertes und erstrebenswertes Feedbacksystem angegeben.

Generell sollte das Feedback jedoch nicht nur top-down erfolgen. Es sollte vielmehr in beiden Richtungen möglich sein, sodass die Führungskraft und das Scrum-Team sich in Ihrer Arbeitsweise und Persönlichkeit besser kennenlernen.

Neben der 360-Grad-Feedback Variante ist auch das Einzelfeedback ein oft angewandtes Instrument. Häufig wird dieses von der jeweiligen Führungskraft oder der Personalabteilung durchgeführt. Der Scrum Master wurde als Feedbackgeber eher selten erwähnt. In manchen Unternehmen gibt es einen eigenen Performance Manager, welcher ohne Weisungsbefugnis die Mitarbeitergespräche leitet. Unabhängig von der gewählten Feedbackvariante, sollten die Rückmeldungen immer zeitnah und in möglichst kurzfristigen Zyklen stattfinden. Die genannte Häufigkeit der Feedbackgespräche variierte von sechs bis acht Wochen bis hin zu einmal im Jahr.

Als Ziel der Feedbackgespräche wurde am häufigsten sowohl persönliche als auch fachliche Weiterentwicklung der Mitarbeiter genannt.

Zusammenfassend und auch aufgrund unserer Erfahrung kann man sagen, dass vor allem bei einer agilen Unternehmenskultur ein zeitnahes Feedback erforderlich ist. Denn Kommunikation ist das Fundament auf dem agile Methodiken aufbauen.

Ein gutes Instrument, um auf Teamebene Rückmeldungen zu geben, ist natürlich die Retrospektive, die an regelmäßigen Terminen stattfindet. Auch auf individueller Basis sollte das Feedbacksystem so aufgebaut werden, dass die Gespräche an immer wiederkehrenden Zeitpunkten stattfinden. Stellen Sie sich einmal das Bild eines Spitzensportlers vor. Würde dieser nur einmal im Jahr mit seinem Coach über seine Entwicklung sprechen, würde er nie an die Spitze kommen. Im übertragenden Sinn gilt das auch für alle Mitarbeiter.

Mitarbeiter in einem agilen Unternehmen müssen zwei Perspektiven einnehmen. Die individuelle und die Teamebene. Sie müssen sich persönlich weiterentwickeln, aber müssen ihren Blick auch auf das Team richten. Daher sollte die disziplinarische Führungskraft der Coach für die persönliche Weiterentwicklung jedes einzelnen Mitarbeiters sein, während der Scrum Master jedem einzelnen hilft, seine eigenen Leistungen z.B. durch das Taskboard beim Daily Scrum offenzulegen und gemeinsam im Team zu reflektieren. Daher sind Faktoren wie Transparenz, Offenheit und Respekt für eine gelungene Feedbackkultur auch so ausschlaggebend.

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