“Ausprobieren ist das A und O”

Ein Alumni-Interview zum Weiterbildungsprogramm Certified Agile Transformation Coach:in.

Lesedauer 3 Minuten

Unser Weiterbildungsprogramm zum:r Certified Agile Transformation Coach:in geht in die dritte Runde. Unsere Alumni Eva Schütz schloss die Weiterbildung im Juni 2022 ab. In einem Interview erzählt sie Dir von ihrer Reise in die Welt der agilen Transformation.

Eva – Du hast bei der letzten Iteration der Weiterbildung zum:r Transformation Coach:in teilgenommen. Magst Du uns etwas zu Deiner Person und Deinem beruflichen Hintergrund erzählen?

Eva: Ich bin in einem großen Medienarchiv tätig. Mein Team und ich erfassen Metadaten zu den archivierten Medien, die im journalistischen Kontext genutzt werden.
Wir sind ein sehr großes Archiv mit eher hierarchischen Strukturen und klar abgegrenzten Aufgaben. Auf der einen Seite ist unsere Arbeitsweise deshalb sehr stabil, auf der anderen Seite erleben wir sehr viele Veränderungen um uns herum. Diese Veränderungen sind vor allem technischer Art, weil unsere Arbeitsweise und Workflows inzwischen nahezu vollständig digital sind. Sie unterliegen einer stetigen Veränderung – und das schon seit einigen Jahren. Mit den klar abgegrenzten Aufgaben und Entscheidungswegen ist es mitunter schwierig, schnell auf diese Veränderung zu reagieren.

Warum hast Du Dich für diese Weiterbildung entschieden? Was waren Deine Beweggründe, Deine Aufgaben und Herausforderungen?

Eva: Ein Grund war die Dauer der Weiterbildung. Das Programm war sehr kompakt innerhalb eines Jahres umzusetzen. Ich wollte schnell einen Input haben, weil in zwei Jahren meine Arbeit schon wieder ganz anders aussieht.
Ein weiterer Grund war der ganzheitliche Aspekt der Transformation, den Ihr vermittelt. Mir war wichtig, wirklich das Mindset der betroffenen Mitarbeiter:innen besser kennenzulernen und in den Fokus zu nehmen. Nach meiner Erfahrung kann eine neue Software zwar schnell erlernt werden, aber den gesamten Wandel anzunehmen, ist für viele Kolleg:innen schwer. Auf einmal bist Du als Mitarbeitende:r anders gefordert als bisher. Da sah ich in Eurem Angebot einen guten Blick auf die Themen „Kultur“ und „Mindset“.

Was waren Deine Key-Learnings im Weiterbildungsprogramm?

Eva: Ein Learning war auf jeden Fall der Blick unter die Wasseroberfläche. Es wird ja gerne mit dem Bild des Eisbergs gearbeitet. Auf der oberen Ebene sind Werkzeuge, Methoden und Tools und unter der Wasseroberfläche sind Prinzipien und Werte. Wenn man es schafft, in den Kultur- und Mindset-Themen etwas zu verändern, entfaltet das stärkere Dynamiken, als wenn man „nur an den Werkzeugen“ arbeitet und diese ergänzt.
Dabei sollte die Selbstreflexion der Beteiligten zum Thema werden. Und als Coach kann ich diese Selbstreflexion anstoßen und die Beteiligten bestärken, konstruktiv damit umzugehen. Das fordert und fördert die Mitarbeiter:innen in der Transformation am stärksten.

TeilnehmerInnen Der ATC Weiterbildung im Austausch

Die Teilnehmer:innen der Weiterbildung zum:r Agile Transformation Coach:in in einer Gruppenarbeit. (Foto: Marc Thürbach)

Was hast Du in der Zeit von der Weiterbildung bis heute in Deinem Unternehmen schon umsetzten können? Und wo soll die Reise noch hingehen?

Eva: Ich habe einzelne Tools ausprobiert – wie zum Beispiel die Culture Map, um unsere Kulturlandschaft zu erkunden. Das Interessante und Positive daran war, dass wir in einer relativ kurzen Zeit einen sehr klaren Blick auf uns hatten. Das ist bei vielen Beteiligten sehr positiv angekommen. Zum Teil ist klar geworden, warum diese Gruppe so gut zusammenarbeitet. Es wurde aber auch klar, dass es in der Gruppe verschiedene Zukunftsvorstellungen gibt. Da war die Culture Map ein gutes Instrument, mit dem man sehr effektiv und ohne große Umschweife zu diesen Ergebnissen gekommen ist.
Nach Abschluss der Weiterbildung startete in dem Archiv, in dem ich tätig bin, gerade ein Re-Orga-Prozess, bei dem ich nun im Kernteam mitwirke. Dort kann ich mein neues Wissen sehr gut einbringen.

Würdest du das Weiterbildungsprogramm weiterempfehlen?

Eva: Ich würde es dann weiterempfehlen, wenn es vom Unternehmen finanziert wird und wenn es einen ganz konkreten Anwendungsfall im eigenen Berufsfeld gibt. Wenn es noch unkonkret ist und nur ein diffuser Wunsch nach Veränderung im Raum steht, glaube ich, wäre die Weiterbildung zu überdimensioniert.

Was würdest Du den zukünftigen Teilnehmenden für die neue Iteration als Rat mitgeben?

Eva: Auf jeden Fall die vermittelten Inhalte direkt auszuprobieren, sonst bleibt es theoretischer Input. Auch wenn es nur ein kleines Element ist oder wenn man ein Tool ein bisschen abwandeln muss: Ausprobieren ist das A und O.

Interesse geweckt? Melde Dich bei uns und mache einen Kennlern-Termin aus. Unter dem folgenden Link findest Du alle relevante Informationen zur Weiterbildung: 

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