„Wir füllen mit dieser Weiterbildung eine Lücke”

Das Weiterbildungsprogramm Certified Agile Transformation Coach:in

Lesedauer 5 Minuten

Unsere Weiterbildung zum:r Certified Agile Transformation Coach:in geht in die nächste Runde. In einem Interview erklären Dir unsere Trainer:innen Marcus Minzlaff und Dr. Nora Rühmann, was Du von dem Weiterbildungsprogramm erwarten kannst.

Marcus, Nora, Ihr stellt das Weiterbildungsprogramm Certified Agile Transformation Coach:in vor – wer seid Ihr beide?

Marcus: Wir sind die beiden, die das Programm federführend gestalten und durchführen. Wir sind ausgebildete Coaches und bringen unsere Erfahrungen ein – auch aus der Zeit vor HR Pioneers, als wir in Führungsrollen in anderen Organisationen tätig waren und mit Transformation beauftragt wurden.

Nora: Neben den fachlichen Inhalten bringen wir unsere persönlichen Erfahrungen ein: Wo bin ich in meinem Tun an Grenzen gestoßen? Wo gibt es immer wieder Themen, bei denen ich in der Begleitung von Kund:innen merke, dass es dort für mich herausfordernd wird? Und wie gehe ich mit diesen Situationen um? Was ist für mich hilfreich? Das teilen wir gerne, um einen möglichst ehrlichen Blick auf das Thema zu ermöglichen. Auch unsere Erfahrungen aus dem Weiterbildungsprogramm selbst: Wir machen das Programm 2023 zum dritten Mal.

Was ist das Weiterbildungsprogramm „Certified Agile Transformation Coach:in”?

Marcus: Es ist ein Programm, dass Menschen unterstützt, Transformationen in ihren Organisationen zu gestalten – und zwar aus einer coachenden Rolle heraus. Transformationen in Organisationen brauchen vieles – unter anderem jemanden, der oder die so einen Prozess begleiten kann. Und dabei nicht nur Expertenwissen, sondern auch die coachende Rolle. Das ist die Lücke, die wir mit diesem Programm füllen.

Nora: Wir geben natürlich Instrumente und Werkzeuge für die Transformation mit. Gleichzeitig ermutigen wir die Teilnehmer:innen: Jede:r soll und muss ihren:seinen eigenen Weg finden. Dieses Programm gibt keinen Fahrplan für Transformation vor, der abgearbeitet wird, und am Ende ist man fertig. Das würde der Komplexität des Ganzen nicht gerecht werden.

Marcus: Wir bringen die beiden Elemente „Transformation“ und „Coaching“ zusammen, damit Du im Kontext von Transformation coachen kannst. Als Teilnehmer:in lernst Du, was Transformation bedeutet – auch tiefergehend und nicht nur als das nächste Buzzword. Wir bauen diese Expertise auf, damit Du selbst eine Landkarte hast, um andere gut coachen zu können. Und das ist auch der andere Aspekt: die Rolle als Coach:in. Wir veranstalten keine reine Wissensvermittlung. Stattdessen erschaffen wir einen Raum, in dem Dinge ausprobiert und am eigenen Leib gespürt werden können. Dadurch lernst Du gleichzeitig, wie Du die Themen Anderen nahebringen könntest. Das ist für uns als Trainer:innen wichtig: Wir vermitteln Dir, wie Du die Inhalte weitervermitteln kannst.

Nora: Und das auch nach jedem einzelnen Modul. Direkt nach dem ersten Modul kannst Du losziehen und die Dinge in Deinem Unternehmen angehen. Dazu ermutigen wir auch unsere Teilnehmer:innennden auch – denn je lebendiger das Ganze wird, desto mehr lernt jede:r Einzelne von uns.

Die Teilnehmer:innen der Weiterbildung zum:r Certified Agile transformation Coach:in in einer Gruppendiskussion.

Die Teilnehmer:innen der Weiterbildung zum:r Certified Agile Transformation Coach:in in einer Gruppendiskussion. (Foto: Marc Thürbach)

Für wen ist die Weiterbildung spannend?

Marcus: Für Dich ist die Weiterbildung passend, wenn Du über einen Teamkontext hinaus die Organisation entwickeln möchtest. Wenn Du eine Transformation – und hier besonders den Prozess, also das „wie” – mitgestalten willst. An einer bestimmten Position ist das schwer festzumachen: Du kannst Führungskraft, SCRUM Master:in, Agile Coach:in sein.

Nora: Zusätzlich wäre es hilfreich, wenn Du den Raum hast und ermächtigt bist, Dinge ausprobieren zu dürfen. Es wäre schade, wenn Du voller Tatendrang hier aus den Modulen rausgehst und dann feststellst, dass Du in Deinem Unternehmen nicht dazu ermächtigt bist, Dinge umzusetzen und zu gestalten.

Marcus: Als „Trockenübung“ bringt es nichts, denn Du musst an einem echten Fall arbeiten und solltest schon mal mit Widerständen zu tun gehabt haben. Also solltest Du wirklich schon in einem größeren Änderungsvorhaben drinstecken.
Vielleicht aber auch die Frage „Für wen ist das nicht passend?“: Wenn Du gerade erst anfängst, Dich mit Agilität zu beschäftigen. Da wäre die Weiterbildung zu viel, weil wir das Programm hier schon gerne auf einem gewissen Level ansetzen wollen. Da kannst Du besser ein Training bei uns machen.

Nora: Ich glaube, wir schicken die Teilnehmenden ein Stück weit auch hier und da in die Selbstreflexion – daran sollten die Teilnehmer:innen ein gewisses Interesse haben. Sie lernen die eigenen Grenzen kennen – im Positiven – und können sie auch mal erweitern. Für die Begleitung von Transformationen und Menschen in Transformationen sind diese Erfahrungen ungemein wertvoll.
Du solltest auch ein Interesse daran haben, Dich mit anderen zu vernetzen und Deine „Leidensgenoss:innen“ kennenzulernen. Hier ist das voneinander Lernen definitiv auch ein großer Faktor – gerade, weil zwischen den Modulen viel passiert.

Was ist das Besondere an diesem Weiterbildungsprogramm?

Marcus: Für mich ist das Besondere unsere Kombination von verschiedenen Aspekten: Wir kombinieren Methodik und Haltung – das Doing und Being. Wir verbinden theoretisches Wissen und praktische Erfahrungen. Und wir kombinieren die Expertise über Transformation mit der Rolle als Coach.

Nora: Die Intensität des Weiterbildungsprogramm ist außerdem besonders. Wir sprechen über die Herausforderungen, die alle Teilnehmer:innen in gewisser Weise erleben und mitbringen. Wir vermitteln nicht nur die Inhalte und schicken die Teilnehmer:innen damit raus, sondern gehen bei jedem Thema in die Tiefe.

Marcus: Außerdem sprechen wir alle aus der Praxis. Wir wissen von innen drin – und nicht nur als „schlaue Berater:innen“ – wie es sich anfühlt. Weil wir in Transformation unterwegs sind. Weil wir es persönlich durchgemacht haben. Weil wir in Organisationen in anderen Rollen unterwegs waren. Und diese persönlichen Erfahrungen bringen wir immer wieder mit ein. Die Weiterbildung ist kein theoretisches Konstrukt, sondern wir reden über die Praxis. Die Teilnehmer:innen ergänzen das mit ihren ganzen Erfahrungen.

TrafoCoach Teilnehmerin erklärt

Die Weiterbildungs-Teilnehmer:innen im Gespräch. (Foto: Marc Thürbach)

Was war für die ehemaligen Teilnehmer:innen besonders hilfreich?

Nora: Ich glaube, dass wir einen Raum aufmachen, in dem jede:r seine:ihre Fragestellungen und Herausforderungen mitbringen kann und jede:r seinen:ihren Platz dort hat. Das fanden alle sehr wertvoll.
Und der Aspekt, dass wir für die Weiterbildung bewusst zwei Trainer:innen einsetzen. Bei der Gruppengröße haben andere Weiterbildungen oftmals nur eine:n Trainer:in. Aber wir sind durchaus unterschiedlich und gehen Dinge anders an. So können die Teilnehmer:innen selbst schauen, was ihnen persönlich näher liegt.

Marcus: Das Vernetzen und voneinander Lernen war bisher sehr hilfreich. Zumal wir an entsprechenden Stellen unsere Kolleg:innen und unseren wissenschaftlichen Beirat, Prof. Dr. Stephan Fischer von der Hochschule Pforzheim, mit seiner wissenschaftlichen Expertise und Perspektive einbinden. So schöpfen Teilnehmer:innen auch aus deren Erfahrungsschatz – und machen die Kontakte.

Nora: Außerdem achten wir sehr darauf, konkrete Tools mit an die Hand zu geben. Wir machen zum Beispiel immer eine Hack-Wall am Ende jedes Moduls, damit die Teilnehmenden ganz klare Takeaways haben. Am Ende hast Du so einen gut gefüllten Werkzeugkoffer, mit dem Du auf verschiedenen Ebenen des Eisbergs – nicht nur oberhalb der Wasseroberfläche – wirksam wirst.

Interesse geweckt? Alle weiteren Informationen zur Weiterbildung allgemein, zu den Inhalten der einzelnen Module und zu unseren Methoden findest Du hier: 

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