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Agilität – der „Game Changer“ für Gehalt und Vergütung? – Rückblick auf das BDoSE Event mit einem Impuls von André zu agilem Gehalt

Unser zweiter Einsatz in der BDoSE Eventreihe in Berlin war Ende Juni gefragt. Dieses Mal referierte André Häusling zu dem angesagten Thema „Gehalt im agilen Kontext“.

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Im Juni gab André wieder im Rahmen der BDoSE Veranstaltungsreihe einen Impuls zu eine HR Thema im agilen Kontext: „Agilität – der Game Changer für Gehalt und Vergütung? Vom Umgang mit Gehalt und Vergütung im Kontext von Agilität“. Ein Brennpunktthema, wie wir feststellten. Denn binnen kürzester Zeit wurde die Warteliste zur Teilnahme immer länger. Das Thema werden wir wohl immer mal wieder aufgreifen (müssen;-)).

Und eine wichtige Grunderkenntnis (oder auch Ernüchterung?) stellte André zu Beginn in den Raum: „Ihr wollt Systeme haben? Ihr wollt technische Lösungen haben? Die gibt es hier und heute Abend nicht, denn die Gehaltsthematik ist zuerst einmal eine Frage der Haltung und der Kompetenzen!“

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So stellte André die Frage, wie wir Anreizsysteme zur positiven Unterstützung und Verstärkung agilen Verhaltens schaffen, um den agilen Reifegrad zu erhöhen. Er stellte Auszüge aus unserem Haltungsmodell „agile mind“ vor sowie unser agiles Kompetenzmodell.

Wenn es also nicht mehr darum geht Mitarbeiter mit Zuckerbrot und Peitsche anzutreiben und sie das auch gar nicht mehr wollen, wie kann es dann anders funktionieren? Wie können wir von einem Anreiz- zu einem Anerkennungssystem gelangen? Und wenn es nicht mehr um den Individualerfolg von Superman und -woman geht, wie kann das besser mit Teamzielen und schlußendlich -performance gelingen? Andrés klare Empfehlungen lauten:

  • Trennung der Instrumente zwischen Mitarbeiterentwicklung und Gehalt
  • Abschaffung der individuellen Boni
  • Konzentration auf faire Fixgehälter
  • Verfahrensgerechtigkeit

Mögliche Lösungsansätze veranschaulichte André mit einem Beispiel von whatever mobile. Die whatever mobile GmbH unterteilt Gehaltsanpassungen in jährliche und individuelle Anpassungen. Jährliche Anpassungen erfolgen in einem gemeinsam entwickelten automatisierten Prozess nach ganz klaren transparenten Regeln, während individuelle Anpassungen nur nach Bedarf erfolgen.

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Zum Abschluss der Retrospektive auf das BDoSE Event sei noch Robert Bosch zitiert: „Ich zahle nicht gute Löhne, weil ich viel Geld habe, sondern ich habe viel Geld, weil ich gute Löhne bezahle.“ Und die Ermittlung guter Löhne wollen wir dabei mit Verfahrensgerechtigkeit verstanden wissen!

Wenn Ihr weitere gute Beispiele und Ideen zur Vergütung im agilen Kontext habt, teilt sie gerne mit uns. Wir freuen uns über Austausch!

 

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