Agiles Personalmanagement | Allgemein | Blog Franziska Wehner  1 Kommentieren   

Was hat Vertrauen mit agil zu tun?!

„Ich vertraue dir da schon“ ist ein schnell gesagter Satz- auch beim Arbeiten. Doch wird der Satz einfach nur daher gesagt oder ist er tatsächlich auch so gemeint? Und, warum ist das überhaupt von Relevanz? Weil Vertrauen eine grundlegende Komponente für eine erfolgreiche Zusammenarbeit darstellt – auch, oder vor allem gerade in agilen Arbeitsumgebungen, die sich durch Selbstorganisation auszeichnen.

Aus Mitarbeitersicht: Nur wer Vertrauen in seine Arbeitsumgebung, in das Management, in die Führungskraft hat ist motiviert Leistung und Engagement zu zeigen.
Aus Sicht der Führungskraft: Nur wer Vertrauen in sein Team, in seine Mitarbeiter hat ist bereit Verantwortung abzugeben und Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen agiles Arbeiten umgesetzt werden kann.

Stephen M. R. Covey hat dies in seinem Buch „The Speed of Trust“ prägnant auf den Punkt gebracht:

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  • Wenn das Vertrauen sinkt, sinkt die Schnelligkeit und die Kosten steigen.
  • Wenn das Vertrauen steigt, steigt die Schnelligkeit und die Kosten sinken.

Das bedeutet: Ein hohes Vertrauen in das Management/die Führungskraft einerseits, ein hohes Vertrauen in die Mitarbeiter andererseits führt zu einem erhöhten Engagement, einer effizienten Kommunikation sowie Zusammenarbeit und einer positiven Beziehungsebene. Dadurch werden Prozesse/Innovationen/Entscheidungen zügig umgesetzt und die Kosten für z.B. misslungene Kommunikation, die Auseinandersetzung mit Widerständen oder verstärkte Kontrolle etc. sinken.

Es wird deutlich, dass Vertrauen keine Einbahnstraße darstellt, also nicht bloß von Seiten der Mitarbeiter gegeben bzw. erlernt werden muss. Vielmehr ist Vertrauen ein Dialog, so dass einerseits die Führungskraft das Vertrauen der Mitarbeiter gewinnen muss – andererseits müssen die Mitarbeiter sich das Vertrauen der Führungskraft erarbeiten.

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Ein Kommentar zu

“Was hat Vertrauen mit agil zu tun?!”

  1. derDoubleD

    12. Dezember 2013

    Ich bin voll und ganz bei dir und würde noch ergänzen: Der Wandel von „Misstrauen“ zu „Vertrauen“ in allen (Geschäfts)beziehungen (von Mitarbeiter zu Vorgesetztem, von Vorgesetztem zu Mitarbeiter, von Mitarbeiter zu Mitarbeiter, von Kunde zu Dienstleister, von Dienstleister zu Kunde) ist vielleicht eine der wichtigsten Veränderungen von Management alter Schule zu Management neuer Schule und ist eine wesentliche Grundvoraussetzung für eine agile Arbeitsweise.

    Zum Thema Vertrauen habe ich mich auch hier geäußert:
    http://www.inspectandadapt.de/vertrauen/

    Aus meiner Sicht ist es eine der Kernaufgaben eines Scrum Masters, Vertrauen im Team aufzubauen:
    http://www.inspectandadapt.de/scrum-master-vertrauen-schaffen/

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