Strictly Business?! Unternehmerisch Integrative Denk- und Handlungskompetenz

Im vorigen Beitrag dieser Blogserie haben wir uns intensiv mit Führungskompetenz auseinandergesetzt. Mitarbeiterorientierung stand hier eindeutig im Mittelpunkt und diese ist ohne Zweifel absolut prägend für agile Unternehmen. Aber nicht nur.Der andere, wesentliche Aspekt ist die Kundenorientierung. Die Interessen der Kunden bei allen wesentlichen Unternehmensentscheidungen maßgeblich in den Blick zu nehmen und sich radikal an Kundenbedürfnissen zu orientieren ist ein zentrales Merkmal für agile Unternehmen. Das Angenehme hierbei ist: Eine konsequente Kundenorientierung deckt normalerweise auch andere Arten der Orientierung, die in klassischen Unternehmen eher zu finden sind, ebenfalls mit ab. Orientiert man sich stark an den Bedürfnissen der Kunden, so orientiert man sich gleichzeitig ebenso am Markt, denn die Entwicklungen des Marktes werden maßgeblich durch den Kunden gelenkt. Kann man die Kundenwünsche mit seiner Produktqualität zufriedenstellend erfüllen, wird sich auch das Geschäftsergebnis entsprechend darstellen und Ergebnis- oder Gewinnorientierung sind gleichsam abgedeckt. Man sieht also: der Kunde ist der Schlüssel für den Unternehmenserfolg und der Kunde weiß in der Regel auch am Besten, was er selbst will. Deshalb  gehen agile Unternehmen verstärkt dazu über, den Kunden in die Unternehmensstruktur miteinzubeziehen um ihn und seine Bedürfnisse zu kennen und im Blick zu behalten. 
What say ye to this brand, my lady?

Einige Unternehmen holen sich in regelmäßigen Abständen Feedback von Kunden ein, lassen diese teilweise auch in internen Meetings teilnehmen und zu Wort kommen. Dort, wo dies nicht so einfach möglich ist, übernimmt der Product Owner als „Kundenbotschafter“ diese Aufgabe und vertritt die Interessen der Kunden innerhalb des Unternehmens und denkt und handelt aus Kundenperspektive, ohne dabei aber die Wirtschaftlichkeit und die Entwicklung der Produkte aus den Augen zu verlieren. Er beweist hier jene Kompetenz, die die achte und damit letzte agile Kompetenz darstellt: Unternehmerisch-integrative Denk- und Handlungskompetenz. Klingt vielleicht zunächst etwas sperrig, aber beschreibt letztlich genau die Fähigkeit, die in einem komplexen Umfeld gefragt ist. Einerseits die Fähigkeit unternehmerisch, also wirtschaftlich im Sinne des Unternehmens, der Mitarbeiter und der Stakeholder zu handeln, und andererseits zwischen den vielen divergierenden Interessen, die zusammenkommen zu vermitteln und integrativ tätig zu werden. Im Idealfall lassen sich die unterschiedlichen Stakeholder-Perspektiven sogar zu einer gemeinsamen Unternehmensausrichtung entwickeln.

Puzzled businessman looking post its on the wall

Bestenfalls gelingt es Personen mit der entsprechenden Kompetenz außerdem, alle Beteiligten für die eingeschlagene agile Strategie zu begeistern und dazu zu bewegen, an diesem Strang mitzuziehen. Dies gelingt auch dadurch, dass die Menschen über Funktionen hinweg miteinander vernetzt werden und ein Wissensaustausch stattfindet, um die Potenziale im Unternehmen auch in alle denkbaren Ecken des Unternehmens zu verteilen.

Menschen, die diese Fähigkeit und zusätzlich noch die in den vergangenen Teilen vorgestellten agilen Kompetenzen besitzen, sind in der Lage, aktiven Einfluss auf den Weg ihres Unternehmens zu nehmen und die Zukunft der Unternehmen erfolgreich mitzugestalten.

Denn: Agile Menschen schaffen agile Unternehmen!

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