„Bei geteilter Führung kann es schnell zur Verantwortungsdiffusion kommen”

Im Interview mit Impulsgeberinnen Anna-Lena Lorenz und Susanne Eckel zur Agile HR Conference 2023

Lesedauer 3 Minuten

Auf der Agile HR Conference 2023 berichten am 26. und 27. April über 40 Impulsgeber:innen von den Transformationen ihrer Unternehmen. Anna-Lena Lorenz, Organisationsentwicklerin und Leadership Coach bei Sono Motors, und Susanne Eckel, Agile Coach & Organisationsentwicklerin bei der celebrate company, sind zwei von ihnen. In ihrem Vortrag beleuchten die beiden Organisationsentwicklerinnen das Thema geteilte Führung und stellen die Fragen: Wo ergibt es Sinn, Führung zu teilen? Welche Licht- und Schattenseiten zeigen sich?
In diesem Kurzinterview geben Dir Susanne und Anna-Lena einen ersten Einblick in ihren Impuls. 

Mögt Ihr Euch einmal vorstellen: Wer seid Ihr beiden und was machen Sono Motors und celebrate company?

Wir sind Anna-Lena Lorenz, Organisationsentwicklerin und Leadership Coach bei Sono Motors, und Susanne Eckel, Agile Coach & Organisationsentwicklerin bei der celebrate company. Uns verbindet unsere Aufgabe über die Unternehmensgrenzen hinweg: Wir beide sind Coaches mit dem Ziel, die Organisation, die Teams darin und die Führungskräfte zu entwickeln. Sono Motors und celebrate company bieten da als relativ junge und wachsende Unternehmen einen super Nährboden, um viel gestalten und neue Dinge ausprobieren zu können. Die Branche ist für unsere Arbeit weniger relevant – ob solarbetriebene Autos wie bei Anna oder personalisierte Grußkarten wie bei Susanne entwickelt und hergestellt werden sollen.

Ihr sprecht das Thema geteilte Führung an: Was ist Eurer Meinung nach besonders wichtig daran?

Für uns gibt es zwei Aspekte, die besonderes wichtig sind:

    1. Es gibt ein gemeinsames Verständnis in der Organisation, wozu Führung geteilt wird und was das genau bedeutet.
    2. Die Rollen sind klar definiert und voneinander abgegrenzt.

Die Verantwortlichkeiten müssen klar abgegrenzt sein, wodurch alle notwendigen Themen für Führung abgedeckt werden. Die Mitarbeitenden wissen genau, mit welchem Thema sie zu wem gehen.

In Eurem Vortrag thematisiert Ihr unter anderem die fachliche und persönliche Weiterentwicklung – wo ist hier die Herausforderung bei der geteilten Führung?

Bei geteilter Führung kann es schnell zu einer Verantwortungsdiffusion kommen. Daher ist wichtig, dass ein Lead die Hauptverantwortung, die Accountability, für jeweils einen Menschen trägt. Der/die andere Lead ist aber natürlich mitverantwortlich – daher sollten sich die Leads untereinander und gemeinsam mit den Mitarbeiter:innen eng abstimmen. So sind die Erwartungen klar und die Wahrscheinlichkeit sinkt, dass Überforderung oder Misalignment entsteht.

Ihr berichtet von den Licht- und Schattenseiten der geteilten Führung. Ohne zu viel vorwegzunehmen – könnt Ihr uns hier ein Beispiel nennen?

Ein Vorteil von geteilter Führung ist, dass Menschen den Teil der Führung übernehmen, für den sie auch die Fähigkeiten haben. Nicht alle Fachexperten sind auch gut darin, Menschen zu führen. Und Führung wird leichtgewichtiger – ich übernehme nur für einen Teil des Spektrums Verantwortung und kann dies beispielsweise auch in Teilzeit machen. Auf der Schattenseite steht dagegen der erhöhte Aufwand für die Organisation und für die einzelnen Mitarbeiter:innen.

Aus welchen Gründen dürfen die Teilnehmer:innen der Konferenz Euren Impuls nicht verpassen?

Die Teilnehmer:innen dürfen mit uns auf eine ehrlich Erfahrungsreise zu geteilter Führung gehen. Wir sind uns selber noch nicht sicher, ob die Richtung, in die sich Führung im Allgemeinen entwickelt, die Beste ist – aber wir lernen und reflektieren regelmäßig und teilen unsere Gedanken dazu gerne mit Euch.

Auf der Agile HR Conference 2023 teilen neben Anna-Lena und Susanne mehr als 40 weitere Impulsgeber:innen ihre Transformationserfahrungen mit Dir. Finde Lösungen für Deine Herausforderungen, erhalte Orientierung in der Transformation und vernetzte Dich mit Gleichgesinnten. 


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