Leading into the future: Führung – eine Symphonie von Innen und Außen

Ein Beitrag von Marcus Minzlaff und Esther Römer

(Bildquelle: Manuel Nageli; unsplash.com)

Wir haben keine Kristallkugel, die uns sagt, wie Führung aussehen muss, um mit den Herausforderungen von heute und morgen erfolgreich umgehen zu können. Doch wir können versuchen, uns dem anzunähern, wie Führung organisiert sein muss, welches Verhalten und welche Haltung es für Führung schon heute und erst recht in Zukunft braucht.

 

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(Bildquelle: Nigel Tadyanehondo; Pexels.com)

 

Mit unseren Thesen möchten wir hierzu beitragen und zur Diskussion anregen. Dabei ist es unser Anliegen, eher weniger beleuchtete, ungewohnte Aspekte von Führung ins Licht zu rücken und diese miteinander in ein ganzheitliches Bild von Führung zu bringen.

Blicken wir nochmals auf die Kernpunkte

Wir haben Führung als Resonanz betrachtet. Als etwas, das zwischen Menschen entsteht und nicht nur bei der Führungskraft liegt. Wir haben uns aber auch damit beschäftigt, was wiederum einzig und allein die Führungskraft betrifft: ihr innerer Zustand in Führungssituationen. Dieser hat einen enormen Einfluss auf Führung – insbesondere, wenn es stressig wird. Denn dann zeigen sich Kampf-, Flucht- oder Starre-Reflexe bei der Führungskraft, die sie ihrer eigentlichen Haltung zum Trotz hinter ihren Möglichkeiten bleiben lässt. Den Fokus wieder auf außen gerichtet, haben wir weiterhin betrachtet, wie Menschen eigentlich in Resonanz gehen, welche Fähigkeiten und Ressourcen uns als Individuen dafür zur Verfügung stehen. Die Erkenntnis für Führung lautet dabei (verkürzt): „Wir führen, wie wir spüren“. Es folgt der Blick auf die äußeren Rahmenbedingungen: Sie spielen für das Gelingen von Führung eine entscheidende Rolle, da sie das Verhalten der Menschen im System, also der Organisation, stark beeinflussen. Führung muss daher über Bande spielen und das System so befähigen, dass Führung bei den Mitarbeitenden auch wirklich “ankommen” kann beziehungsweise diese auf Führung entsprechend reagieren.

Schließlich haben wir uns angeschaut, welche Bedeutung das kollektive Innere für Führung hat: der Daseinzweck einer Organisation, der „Purpose“, die Unternehmenswerte. Die vielleicht wichtigste Führungsaufgabe ist, diese Werte wieder in Verbindung mit den Menschen, der Gesellschaft als Ganzes und der Natur zu bringen. Zu hinterfragen, welchem Zweck die eigene Organisation dient und ob der Zweck zum Guten oder Schlechten von Gesellschaft und Natur beiträgt. Wird Führung weitergedacht, ist aus unserer Sicht ein Spannungsfeld ganz zentral: Das Ausmaß am äußeren Rahmen (Strukturen, Rollen, Regeln, etc.) ist proportional zum Mangel an innerer Entwicklung – und umgekehrt: Ohne ein gesundes Maß an klaren äußeren Rahmenbedingungen wird es schwierig bis unmöglich, gut in unserer Welt andauernder Transformationen zu bestehen. Das bedeutet, dass es Beides braucht: Weder ist es sinnvoll, alles auf Werte, Haltung und Kultur zu setzen. Wenn sich Rahmenbedingungen nicht ändern, können wir uns heiße Diskussionen um die „richtige“ Haltung und Kultur sparen. Noch können Strukturen eine fehlende innere Entwicklung – der Führungskraft sowie der Organisation – kompensieren.

 

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(Bildquelle: Kristian Kotar; Unsplash.com)

 

Mit unseren Thesen möchten wir vor allem eines erreichen: Wir wollen mit Dir aufbrechen mit der Intuition von morgen! Denn, um es mit den Worten von Peter Drucker zu sagen: Die größte Gefahr in Zeiten des Umbruchs ist nicht der Umbruch selbst – es ist das Handeln mit der Logik von gestern. Daher haben wir unseren Blick auf bislang weniger beleuchtete Perspektiven von Führung gerichtet – und laden dazu ein, über diese nachzudenken und mit uns zu diskutieren. Für Anregungen sowie Kritik sind wir offen. Zeige uns die blinden Flecken in unseren Überlegungen auf! Nur so kommen wir weiter auf dem Weg der Transformation, in der sich Führung definitiv verändern wird.

Unsere komplette Reihe „Leading into the future“ findest Du hier in unserem Blog.
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