Tool: Taxizentrale

Fördert (Führungs-)Kommunikation und Vertrauen in Eurem Team!

Taxi
Lesedauer 3 Minuten

Im Blog stellen wir regelmäßig spielerische Methoden und Tools der agilen Transformation vor. Heute liegt der Fokus auf dem Tool „Taxizentrale“. Eine Übung, um Kommunikation und Vertrauen zu stärken (Foto: Kai Pilger/unsplash.com).

Lernziel

Mit der „Taxizentrale“ fördert Ihr (Führungs-)Kommunikation und Vertrauen in Eurem Team.

Material

  • Stühle
  • Stadtplan für den Taxifahrer
  • Stadtplan für die Taxizentrale (dieser ist gedreht, gespiegelt und gezoomt)

Gruppengröße

Wichtig ist nur, dass Ihr zwei oder drei Teilnehmer in einer Gruppe seid (der dritte kann als Beobachter fungieren). Die Anzahl der einzelnen Spielgruppen kann beliebig groß sein.

Dauer

Ihr solltet 30 bis 45 Minuten je nach Reflexionsintensität einplanen.

Vorbereitung

In der Vorbereitung auf die „Taxizentrale“ setzt Ihr euch zunächst paarweise auf Stühlen zusammen. Platziert die Stühle so, dass Ihr Rücken an Rücken sitzen könnt. Dabei solltet Ihr darauf achten, dass Ihr keinen Blickkontakt zueinander habt und dass der Abstand zu den nächsten Paaren groß genug ist. Einer von Euch übernimmt im Spiel dann die Rolle des Taxifahrers, der andere stellt die Taxizentrale dar. Der Taxifahrer bekommt den Stadtplan „Taxifahrer“, die Taxizentrale den Stadtplan „Taxizentrale“.

Wichtig: Die Paare wissen nicht, dass die Stadtpläne nicht identisch sind.

Hier findet Ihr die Stadtpläne zum Download.

Durchführung

Das Spiel startet mit folgender Instruktion: „Stellt Euch vor, Ihr seid in Berlin und arbeitet bei einem Taxiunternehmen. Es kommt ein Auftrag rein und der Taxifahrer soll einen Fahrgast abholen. Da er sich aber noch nicht so gut auskennt, benötigt er die Hilfe der Taxizentrale, um den Standort des Fahrgastes zu finden. Da Ihr die Stadtpläne Eures Partners nicht sehen könnt, muss die Zentrale dem Taxifahrer nun den Weg zum Ziel beschreiben.“

Was am Anfang so einfach erscheint, birgt einige Komplikationen. Zum einen durch die unterschiedlichen Stadtpläne, zum anderen durch die Tatsache, dass zwar der Bahnhof als Startpunkt (X) bei beiden gekennzeichnet ist, nicht jedoch der Endpunkt (Platz Nr. 4).

Moderations- und Reflexionsfragen

  • Wie lief die Kommunikation ab?
  • Wie hat es sich angefühlt, den anderen nur zu hören, ohne dabei den Stadtplan sehen zu können?
  • Wie habt Ihr Missverständnisse aus dem Weg geräumt?
  • Wie habt Ihr eine gemeinsame Lösung gefunden?
  • Welche Erkenntnisse zieht Ihr daraus für Euren Führungsalltag?
  • Was sagt Euch das im Hinblick auf die Kommunikation interdisziplinärer Teams?

Moderationstipps

  • Die Stadtpläne sind nicht identisch, das wissen die Teilnehmer aber nicht. Deshalb werden sie eine Weile brauchen, um die Lösung zu erarbeiten. Haltet Euch als Moderator in dieser Zeit zurück und haltet eventuelle Frustrationen in den Gruppen aus. Die Teilnehmer sollen lernen, wie gravierend Missverständnisse in der Kommunikation im „echten“ Leben sein können. Hier kann der Beobachter als neutrale Person Wesentliches festhalten und später in der Reflexion beisteuern.
  • In der Reflexion wird schnell deutlich, dass unterschiedliche Stadtpläne zu Missverständnissen und damit zur erschwerten Lösung der Aufgabe geführt haben. Arbeitet mit den Teilnehmern ähnliche missverständliche Situationen in der Kommunikation im Arbeitsalltag heraus. Haltet hier vor allem Maßnahmen fest, wie Ihr gemeinsam an Eurer Kommunikation arbeiten wollt.

Quelle

Das Tool stammt aus dem Trainings- und Methodenhandbuch des Diakonischen Werks Württemberg. Die Stadtpläne wurden adaptiert und neu gestaltet.

Alle Inhalte haben wir auch als PDF zum Download zusammengefasst:

Taxizentrale als PDF – Download

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AutorInnen dieses Beitrags

1 Kommentar

  1. Chris

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