Agile Tool: Domino Effect

Unterschiede von Aufwandsschätzungen verstehen

Funken

Im Blog stellen wir regelmäßig spielerische Methoden und Tools der agilen Transformation vor. Heute liegt der Fokus auf dem „Domino Effect“, eine Übung, um die Unterschiede der Aufwandsschätzungen zu verstehen (Foto: Free-Photos / Pixabay).

Lernziel

Ihr setzt Euch mit Unterschieden zwischen den im Team entwickelten und von außen vorgegebenen Aufwandsschätzungen auseinander. Ihr erlebt, welchen Einfluss das auf gruppendynamische Prozesse sowie die Qualität der Ergebnisse hat.

Material

  • 99 Dominosteine
  • Drei Zollstöcke
  • Stoppuhr

Gruppengröße

Erfahrungsgemäß erzielt Ihr die besten Ergebnisse, wenn zirka 9 bis 15 Teilnehmer mitmachen.

Dauer

Plant inklusive Reflexionsphase zirka 30 Minuten sein.

Vorbereitung

In der Vorbereitung bildet Ihr drei möglichst gleichgroße Teams. Jedes Team erhält 33 Dominosteine und einen Zollstock.

Durchführung

Eure Aufgabe ist es nun, in Eurem Team einen Turm aus Dominosteinen zu bauen, der mindestens 50cm hoch ist. Schätzt vor dem Start, welche Zeit Ihr wohl dafür benötigen werdet.

Bevor die Teams mit dem Bau des Turms beginnen, wählst Du als Spielleiter und Moderator ein Team aus, das den Turm in unter vier Minuten fertigstellen soll. Ein weiteres Team erhält sogar 15 Minuten Zeit für die Aufgabe. Dem dritten Team steht die anfangs geschätzte Zeit zur Verfügung. Der Bau beginnt.

Nach vier Minuten betrachtet Ihr das Ergebnis des Teams, das bereits fertig sein soll. Geh davon aus, dass das Team die Aufgabe nicht in der kurzen Zeit gelöst hat. Das Team erhält nun noch einmal weitere zwei Minuten, um es besser zu machen. Nach sechs Minuten schaust Du Dir den Turm erneut an und stellst voraussichtlich fest, dass auch die zwei Minuten nicht ausreichten. Du räumst dem Team erneut zwei Minuten zusätzliche Bauzeit ein.

Du wartest, bis alle Teams die Aufgabe erfüllt und den Turm in der geforderten Höhe gebaut haben. Meist benötigt das Team, das 15 Minuten Zeit zur Verfügung hat, fast die gesamte Zeit. Das Team hingegen, das die zur Verfügung stehende Zeit selbst geschätzt hat, liegt etwa im zeitlichen Rahmen.

Moderations- und Reflexionsfragen

  • Wie habt Ihr Euch während der Bearbeitung der Aufgabe gefühlt?
  • Wie ist es Euch in der Gruppe ergangen? Welchen Einfluss haben die Zeitvorgaben auf die Gruppendynamik?
  • Welche Auswirkungen hatten die unterschiedlichen zeitlichen Vorgaben auf die Qualität?

Moderationstipps

  • In der Reflexion könnt Ihr gemeinsam mit dem Team die Vorteile von Selbstorganisation und Selbstverpflichtung herausarbeiten. Diskutiert, was es benötigt, damit Teams imstande sind den Aufwand für ihre Aufgaben selbst zu schätzen, seitens des Teams und seitens der Führungskraft.
  • Weiterhin könnt Ihr herausarbeiten, welchen Einfluss zu knapp bemessene Schätzungen auf die Kreativität, Qualität und auch die Motivation in einem Team haben.

Alle Inhalte haben wir auch als PDF zum Download zusammengefasst:

Domino Effect als PDF – Download

Du möchtest mehr Tools? Hier entlang!

Über weitere 70 Tools für Personal- und Organisationsentwicklung für die Dimensionen Strategie, Struktur, Prozess, Führung, HR und Kultur beschreiben wir in unserem „Praxisbuch Agilität“. Obendrein gibt es über 50 Zusatzinhalte wie Videos, Spielvorlagen u.v.m. mit der Augmented-Reality-App von Haufe.

Quelle

Das agile Tool „Domino Effect“ stammt von TastyCupcakes.org. Unter folgendem Link könnt Ihr euch die Originalanleitung anschauen: http://tastycupcakes.org/2012/09/the-domino-effect/

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Formular zurücksetzenBeitragskommentare