Weiterentwickelt: Führung in Bewegung

Unsere Weiterentwicklung auf Basis Eurer Rückmeldungen

Laubbäume

Vor einigen Tagen haben wir unsere ersten Ideen zu einem neuen Format vorgestellt. Auf Basis Eurer Rückmeldungen haben wir das Format weiterentwickelt und konkretisiert. Auch hierzu freuen wir uns auf Eure Rückmeldungen (Foto: Mihis Alex von Pexels).

Wir freuen uns darüber, dass unsere erste kleine Kontaktaufnahme in Richtung “Führung in Bewegung” so viel positive Resonanz erzeugt hat. Der Austausch war inspirierend und wertvoll, wir haben daraus erste Eckpunkte abgeleitet. Und dazu suchen wir wieder Feedback Gleichgesinnter und Interessierter.

Außerdem haben wir am Ende des Beitrags einen Erfahrungsbericht aus einem früheren, ähnlichen Workshop für Euch. Zum Reinschnuppern und Inspirieren lassen.

Inhalte

Inhaltlich würden wir in diesem Format gemeinsam mit Euch Antworten auf für Euch relevante Führungsfragen entwickeln. Dabei geht es rund um:

„Inner Leadership“ und wie ich meine Entwicklung in der Organisation gestalte
Wenn sich der äußere Kontext verändert, braucht es im „Innen“ ebenfalls ein anderes Bewusstsein:

  • Wer bin ich als Führungskraft? Und wozu?
  • Wie gebe ich Orientierung, wenn sie mir selbst fehlt?
  • Warum sollten andere mir folgen?

„Integral Leadership“ und wie ich die Entwicklung der Organisation gestalte
Wie wir Transformationen ganzheitlich gestalten:

  • Wie verändern wir Kultur & Mindset?
  • Wie kriegen wir die richtige Bewegung ins System und vermeiden Aktionismus?
  • Reinventing Organizations, Doughnut Economy und Gemeinwohl-Ökonomie – wohin wollen wir eigentlich die Organisation entwickeln?

Ausgestaltung des Formats

Wie entwickeln wir Antworten auf die Führungsfragen? Durch Co-Kreativität, eine Mischung von Impulsen und Irritationen, Austausch und Reflexionen, entstehen lassen, zuhören und uns gegenseitig verunsichern, bereichern und inspirieren. Alles in Bewegung versteht sich.

Logistisch könnte das so aussehen:

  • Wir planen aktuell 3 Tage täglich ca. 15 km Wanderung in vielen kleinen Etappen
  • Wir binden dabei Impulse, Reflexionen und Perspektivenwechsel in den Tagesablauf unterwegs ein
  • Start an einem Donnerstagmorgen, Ende ist Samstagnachmittag.
  • Möglicher Preis: 2.626 Euro
  • Als Basis dient ein gemeinsames Hotel, sodass wir nur die Dinge am Tag mitnehmen, die wir wirklich brauchen. Kein unnötiger Ballast soll unsere Gedankengänge ablenken. Und abends haben wir unsere sichere Basis zum Ausruhen und Auftanken. Auch wenn die Abende wahrscheinlich intensiv und lang werden. Wir hören ja abends nicht einfach auf 😉
  • Parallel gehen Handys, Laptops, Mail-Accounts 3 Tage in die Warteschleife
  • Wir bieten es einerseits inhouse für Führungs-Teams und im Rahmen der Führungskräfte-Entwicklung und andererseits als offene Veranstaltung für am Austausch Interessierte an.

Klingt das Format interessant? Dann gib uns über diese kurze Umfrage eine Rückmeldung.

Erfahrungsbericht

Und wie versprochen teilen wir noch einen Erfahrungsbericht eines Teilnehmers/Mitgestalters eines ersten Inhouse-Wander-Leadership-Events. Wir waren 3 Tage unterwegs und haben Impulse, Reflexionen und persönliche Perspektiven geteilt, hinterfragt und neu ausgerichtet. Lernen im Gehen, Vertiefen im Gespräch, Verankern in der Reflexion. Gerne erzählen euch Bernd und Marcus als Gestalter und Begleiter der 3 Tage und ähnlicher Formate mehr davon. Der Erfahrungsbericht von Michael Schellenberger:

Gründe und Ziele

Der Gedanke und die Idee neu, vertieft zu lernen beschäftigte, mich bereits seit Monaten. In meinen rudimentären Überlegungen wollte ich die Erfahrungen aus einer gemeinsamen Bergtour mit Coaches sowie das methodische, systemische Vorgehen (Input – Erproben – Reflektieren) zusammenbringen. Als ich Bernd Rutz im Frühjahr kennenlernen durfte, zögerte ich nicht, ihn direkt zu fragen, ob er bereit ist ein Experiment zu erwandern.

Nachdem Bernd sein ja gegeben hat, nahm ich meine sechs Führungskräfte mit ins Boot – ohne Planung, geht da nichts. Wo können wir wandern, gibt es dort auch Unterkünfte, Verpflegungspunkte in der Mittagszeit, Öffentliche Anbindungen. Während an der Logistik gearbeitet wurde, ging es auch daran zu klären, was wir tatsächlich lernen/erfahren/verinnerlichen möchten. Offen gesagt, es gab das kommunizierte Ziel der Lernreise – quasi „kostenlos“ wurde auch unser Teamentwicklungsprozess „beschleunigt“.

Organisation

Beginnen wir mit der gemeinsamen Organisation dieses Events. Jeweils zwei Kollegen haben sich ein Aufgabengebiet gezogen und berichteten wöchentlich über ihre Fortschritte. Es wurde zugestimmt, weiterentwickelt und verworfen – gemeinsam getragen und verantwortet. Und am Ende der Planung war eines klar – es wird sportlich. 60 km an drei Tagen galt es in der Hersbrucker Schweiz (Nürnberg Land) zu erwandern.

So verlief die Wanderung

Früh Morgens am 23. Juli um 8:30 Uhr trafen wir uns am Ausgangspunkt der S-Bahn-Station „Pommelsbrunn“. Zugeben einen LUXUS gönnten wir uns – das Gepäck für die Übernachtung wurde befördert. Mit Marschgebäck und viel Wasser machten wir uns auf den Weg. Dass es in den kommenden drei Tagen jeweils über 30 Grad heiß werden würde, war uns bewusst.

Nach rund 45 Minuten im Schatten einer Lichtung starteten wir mit der ersten Lerneinheit. Mittels LEGO haben wir den Unterschied zwischen einfach, kompliziert und komplex erspielt und Impulse für die nächste Etappe bekommen. Damit auch jeder mit jedem gemeinsame Wege gehen kann, wurden die Wander-Tandems immer wieder gemischt. Die Aufgabe: jeweils Feedback zu geben und auch über den Input zu sprechen. Bei in der Regel über 60 Minuten Wanderzeit machbar und gleichzeitig konnten wir die Natur genießen. Die Reflexion zu diesem Themenbaustein fand mitten in einer Burgruine statt. Jeder durfte/konnte sich Notizen in sein LERNWANDERHEFT machen. Anschließend wenige Meter gelaufen und im nahegelegenen Ort eingekehrt.

Auf den Wanderabschnitt nach dem Mittagessen hat Bernd uns dabei begleitet, unseren eigenes Führungs-CANVAS zu erarbeiten. Die einzelnen Elemente, wie WERTE, Ziele, Führungsinstrumente, Glaubenssätze, meine Stärken und Kompetenzen, meine Lern- u. Potenzialfelder sowie meine Aufgaben und mein Verhalten waren dabei die jeweiligen Impuls-Geber der kommenden Etappen. Die Methodik „Input – Erproben/Feedback – Reflexion“ hat dabei das jeweilige Lernfeld bereitet und gesät. Was erstaunlich war, es gab trotz körperlicher und geistiger Betätigung während des ganzen Tages keine Ermüdungserscheinungen. Auch nach dem Abendessen waren wir alle dabei – noch ein bis zwei Stunden intensiv weiter zu arbeiten.

Die letzte Etappe und das Gefühl danach

Gegen Mittag des 3. Tages – bei gefühlt Kilometer 55 hatte jeder seinen persönlichen CANVAS erstellt. Die letzte Etappe – weiterhin mit herrlichem Sonnenschein – wanderten wir voller Stolz und Hochgefühl dem Ziel entgegen. Nach einer kurzen Eis-Pause, bei der auch die vereinbarten RAPs aufgeführt wurden, ging es zur S-Bahn-Station und anschließend zurück nach Nürnberg.

Nach jetzt knapp zwei Jahren stelle ich beim Tippen dieser Zeilen fest, dass die Ziele der Lernreise „jeder entwickelt sich ein Stück weiter und wir als Team haben einen weiteren Schritt gemacht“ voll erreicht wurden. Dieses gemeinsame Erlebnis hält auch heute noch die Kollegen zusammen, auch wenn einige von Ihnen zwischenzeitlich neue Aufgaben übernommen haben.

Klingt das Format interessant? Dann gib uns über diese kurze Umfrage eine Rückmeldung.

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