Kinder, Küche, Kunden

Maikes Work-Life-Balance in der Krise

Der Shutdown hat auch gute Seiten, findet Maike. Zum Beispiel kann sie sich mal Zeit für ihre drei Kinder nehmen, ganz bewusst einkaufen und: neuen heißen Scheiß für unsere Kunden entwickeln!

Die zweite Woche in Quarantäne habe ich, wie Du wohl auch, mit meiner Familie zu Hause verbracht. Meine Familie, das sind Bernhard, der die meiste Zeit arbeitet, und die drei Kinder Fritzi, Linski und Casi (1, 3, 5). Die Namen habe ich verfremdet, wer weiß, ob die sich sonst später für uns schämen 😉

Endlich mal Zeit für die Kleinen

Da alle meine Termine für April verschoben oder abgesagt sind und viele Kunden sich gerade auch noch sortieren und keine klare Planung mit mir haben, fühle ich mich total befreit. Finde ich erstmal gut. Allerdings kenne ich auch bis jetzt noch niemanden, der krank und mit Corona befallen zu Hause liegt. Insofern nehme ich die Zeit als Geschenk.

Der Alltag zu Hause mit den Kindern ist anstrengend, aber ich genieße es total! Wir haben das Glück, dass wir mit einem großen Garten direkt am Wald wohnen. Zum ersten Mal habe ich richtige Erziehungszeit mit allen drei Kindern alleine zu Hause. Bisher bin ich nach jeder Geburt relativ schnell wieder arbeiten gegangen – nach 4, 5 oder 6 Monaten. Die Kinder waren entsprechend relativ früh in der Kita.

Kinder

Apropos Kinder … Die Tage vergehen irgendwie wie im Flug. Zum Glück hatten wir diese Woche in Stuttgart wieder ein paar tolle Sonnentage. Insofern haben wir die Gelegenheit genutzt, den Garten in Schuss zu bringen, ein paar Pflänzchen auszusäen und den Sandkasten zu öffnen. Im Wald haben wir ein Lägerle (= schwäbisch für Lager) gebaut, einen Bogen und Pfeile geschnitzt. Mit Walkie-Talkie und Schnitzmesser lässt sich einiges erreichen. Dazu ein Vesper im Rucksack und die Kids sind erstmal verschwunden. Am nächsten Tag eine Radtour zum Hasenbrünnele und die Woche flog vorbei. Drinnen habe ich die anderen Tage auch einiges an Programm geboten: Ostereier ausblasen und anmalen, den Paw Patroler aus Schuhkarton basteln, mit PlayMais spielen, Bücher lesen, eine Flummi-Rampe an der Treppe basteln und und und…

Natürlich haben wir auch zwei Backlogs gebaut: das Essens-Backlog und ein Aktivitäten-Backlog. So haben wir schon ein paar Ideen für die nächste Woche. Ich habe den Eindruck, dass die Kinder es total genießen, dass wir so viel Zeit zu Hause verbringen können. Es wird alles bespielt, was schon lange in den Regalen gelegen hat; es ist endlich mal Zeit, in Ruhe abzuhängen. Kurz und gut: Auch wenn Quarantäne noch neu ist, fühlen wir uns wohl und verbringen die Zeit gemütlich und kuschelig aufeinander.

Küche

In den letzten zwei Wochen habe ich so viel gekocht wie noch nie in meinem Leben. Seit einiger Zeit sind wir Mitglied in der solidarischen Landwirtschaft Stuttgart. Wir erhalten einmal die Woche vom Reyerhof in Möhringen unser saisonal, biologisch und nachhaltig angebautes Gemüse. Da sind natürlich jede Menge Sachen drin, die ich noch nie im Leben gesehen habe.

Support your local dealer!

Interessant, oder? Die ganzen Früchte aus dem Ausland kennt man, aber beim heimischen Gemüse hört´s auf: Wer hat den schon mal Navetrübchen im Supermarkt gesehen? Angeblich Goethes Lieblingsgemüse. Dazu bekommen wir rote Beete, jede Menge Kohl (Spitz-, Weiß-, Rosenkohl, Wirsing, etc…) oder Schwarzwurzeln. Keine Ahnung, wie man so was kocht. Und wusstet ihr, das Rosenkohl an einer Art Stock oder Strunk in die Höhe wachsen? Ich nicht. Aber egal: Chefkoch hilft und kennt Ideen für jede Art von Gemüse.

Gestern habe ich zum ersten Mal eine Quiche gebacken. Auch die ist mir ausgezeichnet gelungen. Neben Brot bekommen wir nämlich jede Woche auch ein Kilo Mehl. Das muss weggebacken werden. Hoch im Kurs stehen außerdem Pfannkuchen, selbstgemachter Pizza Teig und Sandkuchen. Alles was süß ist geht – oh Wunder – noch heiß über die Theke.

Hier also mein Appell für die Zeit, wenn Corona endlich vorbei ist: Werdet oder bleibt nachhaltig! Schaut euch das Konzept der solidarischen Landwirtschaft an oder bestellt öfter mal eine Biokiste. Getreu dem Motto: Support your local dealer!

Kunden

Apropos Kunden… Da war doch was. Klar: DU. Ja, natürlich arbeite ich auch noch. Allerdings startet meine Schaffensphase derzeit erst ab 17 Uhr, wenn mein Mann wieder zu Hause ist. Falls Du mich also erreichen möchtest, gern am frühen Abend. Natürlich arbeite ich dann keinen kompletten 8-Stunden-Tag mehr weg. Trotzdem schaffe ich einiges, weil ich irgendwie fokussierter arbeite (arbeiten muss). Insofern haben wir letzte Woche zwei Online-Trainings für einen unserer Kunden erfolgreich realisiert. Ein Experiment, das wir so bisher noch nicht hatten, und in der Kürze der Zeit erarbeitet und umgesetzt haben.

Zusätzlich telefoniere ich zwischendurch mit dem ein oder anderen Kunden oder versuche Teilnehmerinnen aus Trainings umzubuchen, die wir erstmal verschieben mussten. Es bleibt auch noch Zeit mit dem einen Kollegen oder der anderen Kollegin zu quatschen. Der eine braucht mal inhaltliches Feedback für ein HR-Thema, von der anderen brauche ich Input für ein Design-Thinking-Angebot und unseren pioneers.frame.

Zu unseren Regel-Meetings schaffe ich es derzeit leider nicht so oft. Wir haben uns in einer Sprint-Woche mit gemeinsamem Planning, Dailies und Review organisiert. Da diese alle unter dem Tag stattfinden, kann ich mich nur sporadisch einwählen.

Es ist wirklich toll, wie entspannt alle, insbesondere aber auch unsere Kunden, mit der Situation umgehen. Noch keiner hatte ein Problem, dass ich erst später kann oder Fritzi in den Telefonhörer plärrt. An dieser Stelle sei das unbedingt erwähnt! Vielen Dank dafür!

Am schönsten ist aber, wenn jemand an mich denkt und mich kurz anruft oder mir eine sonnige Slack-Nachricht rüberschickt. Schön, dass es derzeit bei uns verschiedenste Menschen gibt, die sich um die emotionale Stabilität = EMOSIS und um die Anbindung ans Team kümmern.

Stay Tuned!

Sei gespannt auf die nächsten Wochen! Denn auch wenn ich nur abends produktiv bin, geht doch einiges 🙂 Wenn Du Interesse an unseren neuen virtuellen Trainingsformaten oder unseren bewährten Trainings in Remote-Version hast – oder Fragen dazu –, schreib gerne einfach an maike.goldkuhle@hr-pioneers.com

Vor allem aber bleib wachsam, bleib gesund und hoffentlich sehen wir uns bald wieder – gerne live, in Farbe und in echt!

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