Rückblick: Agile HR Conference 2019

Etappentreffen der agilen Transformations-Marathoniken

Agile HR Conference 2019

Normalerweise denkt man beim Marathonläufer immer an die Einsamkeit des long distance runners. Auf unserer Agile HR Conference waren die Transformationsathleten aber nicht allein gelassen, sondern mal wieder in allerbester Gesellschaft.

Och, wat wor dat widder schön en Colonia. Als die Agile Fans sich in den Balloni-Hallen in Köln-Ehrenfeld zur achten Agile HR Conference trafen. Wir waren dieses Jahr besonders aufgeregt, weil wir zum ersten Mal aus der eigenen Organisation berichtet haben. Und weil unser Veranstaltungsguru Gordon erst seit drei Monaten bei uns ist, die Konferenz aber mal eben wie ein alter Hase auf die Beine gestellt hat.

Ganz schön was los!

Dass die Konferenz wieder einmal eine große Wohltat für die geschundene agile Seele war, lag aber vor allem an den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie den Speakerinnen und Speakern, die ihre Erfahrungen teilten und so offen aufeinander zugingen. Der Austauschs- und Vernetzungswille ist immer wieder beeindruckend.

Besonders gut kamen die Vorträge von ProSiebenSat 1. Media SE und SPRING an. Und Wissenschaft war mal wieder gern gehört — zum Beispiel in Kombination mit der Praxis bei der Keynote von Prof. Dr. Stephan Fischer von der Hochschule Pforzheim und Dr. Wolfgang Fassnacht von der SAP. Da gab es auch genügend Lacher, denn man stellte fest, dass die Empfehlungen, die aus der Forschung von Stephan an die SAP gingen, bei dieser dann doch irgendwie anders umgesetzt wurden als empfohlen.

Ebenfalls kamen unsere Neuerungen sehr gut an, das Wissenschaftsforum und Scrum Tunes. Im Wissenschaftsforum stellten zwei Studentinnen ihre Masterarbeiten vor: Ada Streb referierte zum Thema „Humanzentriertes Veränderungsmanagement im digitalen Transformationsprozess“ und Patricia Zipperling zu „Management im komplex-chaotischen Kontext“. Bei Scrum Tunes erarbeiteten zwei Gruppen in je einer Stunde zwei Jingles — via Scrum und unter Anleitung von Eddi Hüneke, Co-Gründer der Vokaltruppe Wise Guys. Ebenfalls beeindruckte Jamila Tressel von „Schule im Aufbruch“, und wir hatten einige Vertreter von Bildungsinitiativen zur Konferenz eingeladen — in der Hoffnung, dass sie etwas für sich und ihre wertvolle Arbeit mitnehmen konnten.

Spannende Berichte aus den Transformationen

Mich persönlich beeindruckte wie im letzten Jahr Marco Luschnat von MINISTRY mit seiner Offenheit — auf ganz unterschiedliche Art. Berichtete er letztes Jahr quasi Standup-Comedy-artig von den Entwicklungen rund um Gehalt und Urlaub in seinem Unternehmen, ging es diesmal bierernst ums Eingemachte: Dem Unternehmen ging es schlecht, es mussten Kündigungen ausgesprochen werden und Marco dankte als Geschäftsführer ab. Crash Boom Bang! Seine Erkenntnis: Ich bin ein toller Schönwetter-Geschäftsführer, aber tauge nicht in Krisenzeiten. Zudem stellte man fest, dass das Unternehmen ständig um sich selbst kreiste, mit ellenlangen Diskussionen und den fehlenden zehn Prozent, um Projekte erfolgreich zu Ende zu bringen (kennen wir hier bei den Pionieren ja gar nicht ;-)). Somit wird in Kürze ein externer Geschäftsführer an den Start gehen, um mal seinen Blick von außen reinzubringen.

Ebenfalls beeindruckend empfanden viele die Geschichte der Anne G. von comdirect Bank. Sie ging ins halbjährige Sabbatical und übergab ihr Team in die Selbstorganisation. Dass das erfolgreich klappte, ließ sie und ihr Team dann bei ihrer Rückkehr vor nicht geahnten Emotionen stehen. Wie Anne Grobe und ihre Kolleginnen daran arbeiten, war erstaunlich und bleibt auch erstmal spannend.

André widmete sich in seiner Keynote seinem momentanen Steckenpferd: den Strukturen. Für ihn ist dies das Thema der Stunde. Experimentiert wurde nun genug, es muss weitergehen in den Transformationen. Und das geht eben nur über die Veränderung der Strukturen — und somit einem klaren Bekenntnis zum agilen Wandel.

Ein großes Dankeschön!

Dankbarkeit ist nach den zwei tollen Tagen das vorherrschende Gefühl bei den Pionieren und auch den meisten unserer Gäste.

Bedanken möchten wir uns vor allem bei denjenigen, die uns Feedback gegeben haben. Das fiel durchweg positiv aus, was uns ungemein freut. Aber die kritischen Rufe sind uns ebenfalls willkommen und wir werden sie bei der Konzeption der nächsten Konferenz besonders mit einbeziehen. Einige Besucher und Besucherinnen wünschten sich mehr interaktive Formate. Das findet unser Gehör!

Für uns schön zu sehen und — wie wir dem Feedback entnehmen durften — offensichtlich auch nach außen erlebbar: Unsere neuen Pioniere fügten sich geschmeidig ins Team ein, die Zusammenarbeit lief reibungslos. Einer für alle — alle für eine: unsere Kundschaft.

Wir sind zutiefst dankbar und freuen uns jetzt schon auf nächstes Jahr!

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