Früher war alles besser…

Im Entwicklungsprozess freut sich ein Kind sehr, wenn es endlich krabbeln kann. Schließlich kann es sich nun (schneller) fortbewegen, als zu der Zeit, als es noch auf dem Boden robben musste. Irgendwann ist es soweit und es lernt zu stehen und sich an Tischen und anderen Gegenständen festzuhalten. Und noch eine Stufe weiter kann ein Kind dann endlich laufen. Aber war das Krabbeln rückblickend nun schlecht? Diesen einprägsamen Vergleich beschrieb vor kurzem ein Workshop-Teilnehmer und mir gefällt er sehr gut, denn in vielen agilen Transformationen haben wir ein ähnliches Bild.

In der Vergangenheit haben bestimmte Verhaltens- und Handlungsmuster sowie Arten der Zusammenarbeit funktioniert. Sie haben uns dorthin gebracht, wo wir heute sind. Und das ist großartig und war zur richtigen Zeit vermutlich auch passend. Diese Denk- und Verhaltensmuster funktionierten, aber in einer immer dynamischeren und komplexeren Welt nun nicht mehr. Aber waren die alten Denk- und Handlungsmuster deshalb schlecht?

Keineswegs, sie waren sehr wertvoll. Das Krabbeln hat dem Kind einen Nutzen geliefert, denn es konnte sich so fortbewegen. Dann hat es weiter dazu gelernt, um sich noch besser bewegen zu können. Das Krabbeln war im Lernprozess aber Voraussetzung dafür.

Viele unserer bisherigen Denk- und Verhaltensmuster waren in der gegebenen Zeit durchaus adäquat. Aber wir haben keine Gewissheit, dass sie auch für die Zukunft noch geeignet und passend sind, um als Unternehmen weiterhin erfolgreich zu bleiben. Und durch zunehmende Komplexität in den Märkten benötigen wir nun vermehrt andere Antworten als in einfachen Märkten. Hierfür liefern uns agile Methoden als Unternehmen einen Nutzen, denn sie helfen uns als Organisation, sich schneller an die stets ändernde Umwelt anzupassen.

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