„Visionen vermitteln – Impulse vom deutschen Arbeitsmarktforum“

Im letzten Blogbeitrag zur Manage Agile hatte ich bereits erwähnt, dass der Oktober ein Monat voll agiler Managementveranstaltungen war. Eine etwas kleinere aber sehr feine Veranstaltung dieser Art war das Deutsche Arbeitsmarktforum in Neckarsulm am 30. Oktober.

Toll nicht zuletzt wegen des tollen Rahmens, in dem es stattfand und zwar im Audiforum. Ich bin ja eine Kämpferin für die Fahrradfront aber der schicke silberfarbene Audi wäre dann doch mal was für ein Wochenende;-)

Audiforum NeckarsulmWas hatte das vierte deutsche Arbeitsmarktforum nun neben schickem Ambiente zu bieten? Die Veranstalter hatten sich auf die Fahne geschrieben, namhafte Referenten zusammenzubringen, die praxisnah interessante Konzepte und Denkansätze präsentieren. Redner und Unternehmensvertreter waren gesucht, die sich den neuen Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt widmen und intelligente Modelle für die Zukunft vorstellten. Das ist ihnen aus meiner Sicht gelungen.

Lena Schiller ClausenLena Schiller Clausen gab mit ihrer Keynote „Transformation wider Willen“ einen lebendigen, aufrüttelnden und spannenden Auftakt. Nach ihrer Einleitung „Ihr alle hier hättet mich mit meinem Lebenslauf nie eingestellt“ ging sie darauf ein, wie sich die gefühlte Unsicherheit und Komplexität von heute als Chance darstellen kann. Die junge start-up Szene kommt schon längst damit klar, dass sich alles ständig ändert, diese Szene unterliegt nicht mehr dem veralteten Wettbewerbsgedanken. Sie entwickelt mit der Konkurrenz einfach gemeinsam. Und sie strebt nicht mehr nach klassisch hierarchischer Karriere, sondern nach beruflichen Herausforderungen, die reizen, die Sinn ergeben und Mehrwert für ihr Umfeld schaffen. Und wenn Sie jetzt denken, ich schreibe da nur von 20-jährigen, nein! Also, mit Jahrgang 1980 gehöre ich auch dazu, also ein Anfangs „Y´er“ und habe mich sehr angesprochen gefühlt! Auffällig jedoch war, dass die gesellschaftlichen, und damit ökonomischen Veränderungen, die Lena beschrieb, für viele Anwesende Neuland, wenn nicht sogar Fremdland waren. Und wenn ich nun den Bogen zu den Unternehmen zurückschlage, habe ich den Eindruck, dass diese neue Realität da draußen in der Kundenwelt bei vielen Unternehmen noch nicht angekommen ist, geschweige denn zu agiler Veränderung geführt hat.

IMG_0195Spannende Impulse gab auch das Gespann Holger Stromberg, Prof. Dr. Alfred Wolf und Dr. Sebastian Spörer zum Besten. In ihrem Vortrag „der 4. Stern – Führung und Leistung aus neuro-biologischer Sicht“ zeigen sie in spannenden und erschreckend relevanten wissenschaftliche Erkenntnissen auf, wie stark sich Ernährung und gesunder Umgang mit dem Körper auf die Leistungsfähigkeit des Menschen auswirken. Ich habe beispielsweise gelernt, was Kakaopulver, Cheddar, Avocado und Bananen gemeinsam haben – alle sorgen sie für einen guten Serotonin-Spiegel und dieser ist ein entscheidender Faktor für Empathie. Und dass empathische Menschen bessere Führungskräfte sind, dürfte einleuchten.

André zu Führung neu denkenAuch André durfte einen Vortrag halten. Er nahm seine Zuhörer auf die Reise „Führung neu denken – auf dem Weg zu einem agilen Management“ mit. Aktuelle Marktanforderungen, die auch Lena schon beschrieb, wie z.B. instabiles Kundenverhalten und die rasend schnellen technologischen Veränderungen, treffen auf veraltete Firmenstrukturen und -denken. Es dürfte klar sein, dass mit top-down Entscheidungswegen keine bahnbrechenden Innovationen entstehen können. Im Gegenteil, damit werden Unternehmen zu Grabe getragen – man nehme nur das Beispiel von Nokia oder klassischen Versandhändlern wie Quelle. Das ist natürlich nur einer von vielen Gründen! Im Anschluss ging André in seinem Vortrag darauf ein, in welchen Dimensionen Veränderung erfolgen muss, um die Organisation agil auszugestalten und damit den aktuellen Marktanforderungen erfolgreich gegenüber zu treten. Dabei fokussierte er die Herausforderungen an eine agile Führungskraft:

  • von top down zu Selbstverantwortung
  • Selbstverantwortung muss gelernt werden
  • von Fachexpertise zu Menschenexpertise
  • von der Fremdbestimmung zur Selbstorganisation
  • Führungs- ist Beziehungskompetenz
  • Peer-Feedback
  • interdisziplinäre Teamziele
  • Wertschätzung von Teamerfolgen

Zusammenfassend betrachtet können nur agile Menschen agile Organisationen schaffen! Und diese Menschen müssen wissen, wie sie ihr Unternehmen ausrichten wollen. Das brachte easysoft mit seinem Vortrag „Miteinander weiter kommen – neue Wege zum Erfolg“ und dem Statement von Mark Twain schön auf den Punkt: „Wenn man nicht weiß wohin man will, braucht man sich auch nicht wundern, wenn man nicht ankommt.“

HRPioneersaufArbeitsmarktforumWir, von HR Pioneers, wissen wo wir mit unseren Kunden hin wollen: agile Menschen und Organisation auf ihrer Reise hin zu anpassungsfähigen, überlebensfähigen und erfolgreich wertschöpfenden Organisationen begleiten. Und an dem „wie“ tüfteln wir dann gerne gemeinsam mit agil Gleichgesinnten. Apropos tüfteln: Im Oktober haben wir das Kartenset „Pioneer Cards“ auf den Markt gebracht, welches es auf spielerische Art und Weise ermöglicht Kompetenzen und Werte weiterzuentwickeln. Das Spiel haben wir auch beim Arbeitsmarktforum an unserem Stand vorgestellt und verkauft.

Anbei noch ein paar Pressestimmen zum Arbeitsmarktforum und Andrés Beitrag:

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