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André Häusling mit Vortrag „Führung neu denken – auf dem Weg zu einem agilen Management“ auf dem vierten deutschen arbeitsmarktforum am 30. Oktober

Am 30. Oktober findet zum vierten Mal das deutsche arbeitsmarkt forum in Neckarsulm statt. Das arbeitsmarkt forum hat sich in der Region Heilbronn-Franken zu einer Highlight Veranstaltung für alle Top-Entscheider aus Wirtschaft, Politik, Organisationen und Verbänden etabliert. Es findet dieses Mal unter dem Motto „Visionen vermitteln- Austausch fördern“ statt.

arbeitsmarktforumAndré Häusling wird auf dem arbeitsmarkt forum einen Vortrag zum Thema „Führung neu denken – auf dem Weg zu einem agilen Management“ halten. Dabei beleuchtet er in seinem praxisnahen Vortrag die Auswirkungen des Wertewandel auf das Führungsverständnis. Es geht darum den Mitarbeiter als selbstbestimmten Menschen in den Fokus zu stellen. Er erläutert, warum Selbstführung, Vertrauen und Zutrauen so immens wichtig sind und wie man diese in seiner Organisation fördert. Im Anschluss zeigt er Führungsinstrumente der Zukunft auf, die sich aus diesem neuen Führungsverständnis ergeben. André Häusling will mit seinen Impulsen Mut machen, sich auf die überlebenswichtige agile Transformationsreise zu begeben.

Pressestimmen zum arbeitsmarktforum und André Häuslings Vortrag lesen Sie hier:

Im Zuge der Vorbereitung auf das arbeitsmarktforum hat André Häusling zudem ein Interview gegeben, in dem er Fragen zu den Auswirkungen agiler Managementanforderungen im Mitarbeiter – Unternehmensverhältnis beantwortet.

1. Welches sind die größten Herausforderungen, mit denen HR-Verantwortliche in Zukunft konfrontiert werden?

Aktuelle Entwicklungen zeigen, dass die Komplexität der Arbeitswelt weiter zunimmt. Die heutige Arbeitswelt befindet sich in einem ständigen Wandel, wird immer innovativer und ist nicht mehr, wie früher, durch Beständigkeit und Sicherheit charakterisiert. Die täglichen Anforderungen an Arbeitnehmer sowie Arbeitgeber nehmen weiter zu. Weiterhin wird der Arbeitsmarkt immer dynamischer – Ideen, Konzepte und Produkte befinden sich in ständiger Weiterentwicklung – was nicht zuletzt die Konsequenz aus Globalisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0 ist.

Erschwerend kommt hinzu, dass demographische Veränderungen, Fachkräftemangel und der mit der Generation Y und Z verbundene Wertewandel, eine flexiblere Anpassungsfähigkeit fordern. Ein stärkerer Wettbewerb um Potentialträger in der Zukunft ist die logische Folge.

Klassische, altbekannte Managementkonzepte reichen nun nicht mehr aus, um den dynamischen Regeln am Markt gerecht zu werden. Vielmehr ist es notwendig, Prozesse und Strukturen aktiv und agil zu gestalten um auf dem dynamischen Markt bestehen zu können.

2. Welche Widerstände können bei der Einführung von agilen Managementansätzen auftreten?

Viele Arbeitnehmer stehen Veränderungen im Allgemeinen skeptisch gegenüber, da sie um ihre Aufgaben oder sogar um ihren Arbeitsplatz fürchten. Unverständnis macht sich breit, wenn nicht klar ist, aus welchem Grund welche Änderungen vorgenommen werden.

Die Umsetzung agiler Managementansätze stellt eine große Veränderung für viele Mitarbeiter dar, die auch mit Unsicherheit verbunden sein kann. Um diese Zweifel und Ängste von vorne herein im Keim zu ersticken, ist eine ehrliche, transparente Kommunikation sowie Überzeugungs- und Aufklärungsarbeit unabdingbar – wie in jedem anderen Veränderungsprozess auch.

Auf der anderen Seite sehen wir aber auch, dass Unternehmen und viele Mitarbeiter für das Thema Agilität brennen. Zusammengefasst ist es von immenser Wichtigkeit jeden Mitarbeiter mit seinen Bedürfnissen zu berücksichtigen und mit auf die Reise zu nehmen!

3. Welche Rolle spielt HR bei der Einführung von agilen Managementansätzen?

Eine ganz wichtige und zentrale Rolle! Auch wenn viele das Thema Agilität nicht mit HR verbinden, so ist dieser Bereich doch wichtiger Dreh- und Angelpunkt. Erst durch Unterstützung von HR werden häufig Rahmenbedingungen für die Veränderung gestaltet. Somit gelten sie als Kultur- und Organisationsentwickler sowie als entscheidender Katalysator. Von der Arbeit der HR Bereiche ist es abhängig, ob und wie die Führungskräfte und Mitarbeiter die Veränderung verstehen, umsetzen und sich weiterhin mit der Organisation identifizieren können. HR kann sich somit als aktiver Initiator und Begleiter der Veränderung zu einer agilen Organisation positionieren.

4. Welche Trends sehen Sie im Verhältnis zwischen Mitarbeiter und Unternehmen?

Auch hier sind Digitalisierung und Wertewandel die großen Stichwörter. Arbeit und Privatleben werden in Zukunft immer mehr miteinander verschmelzen und die Individualität rückt in den Vordergrund: die Ausführung des Berufs dient nicht mehr nur der Einkommenssicherung, sondern vielmehr der Selbstverwirklichung und Erfüllung des eigenen Lebens. Neuartig ist hier, dass der Arbeitnehmer den Arbeitstakt in Zukunft mit gestalten und höhere Anforderungen an den Arbeitgeber stellen wird. Gleichzeitig erwartet der Arbeitgeber aber auch immer mehr Flexibilität, Mobilität, Anpassungsfähigkeit, Selbstorganisation und Verantwortung von seinen Mitarbeitern.

Wichtig ist, dass sich beide Seiten, Arbeitnehmer und -geber, langsam und im Austausch miteinander an die neuen dynamischen Herausforderungen herantasten und ihre neue Position und Situation im Arbeitsalltag erkennen.

 

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