Agiles Personalmanagement | Blog Kati Oimann   Kommentieren   

So schaffen Sie eine erfolgreiche Feedbackkultur!

Gerade in agilen Organisationsstrukturen ist der Auf- und Ausbau einer Feedbackkultur unverzichtbar. Um so erstaunlicher ist es, dass häufig grundlegende Feedbackregeln nicht ausreichend bekannt sind.

Wichtig ist, dass es beim Feedback um die Wirkung der Verhaltensweisen einer Person auf andere Personen und nicht um den Kern der Persönlichkeit der Handelnden geht. Daher sollte der Feedbackgeber ausschließlich Verhaltensbeispiele zurückmelden und sich nicht auf die Gesamteigenschaften des Feedbacknehmers beziehen. Denn pauschale und unspezifische Aussagen können beim Feedbackempfänger zu einer Abwehrhaltung führen. Der Feedbackgeber muss deutlich zwischen Beobachtungen und subjektiver Benennung von Folgen oder Interpretationen des Verhaltens unterscheiden. Das Feedback bezieht sich ausschließlich auf Verhalten, auf das der Feedbackempfänger Einfluss hat. Der Feedbackgeber nennt die Folgen und die Konsequenzen des gezeigten Verhaltens des Feedbacknehmers, um ihm so die Zusammenhänge besser zu verdeutlichen. Um Fehlinterpretationen zu vermeiden und um den Feedbackempfänger einzubeziehen, sollte man diesen regelmäßig nach seinen eigenen Wahrnehmungen sowie seinen Gefühlen fragen.

Positive Rückmeldungen sollten immer zuerst gegeben werden. Das schafft ein angenehmes Gesprächsklima und fördert die Bereitschaft des Empfängers auch weiterhin zuzuhören („Gut gefallen hat mir, dass…“). Das Feedback sollte zeitnah erfolgen, so können Probleme oder Fragen direkt geklärt werden. Der Feedbackempfänger entscheidet selber, ob und wie er das Feedback annimmt und ob und wie er aufgrund des Feedbacks seine Verhaltensweisen anpassen möchte. Der Feedbackgeber sollte sich stets bewusst sein, dass seine Wahrnehmungen und Beobachtungen subjektiv sind. Daher sollte er aus der Ich-Perspektive sprechen und seine Wahrnehmungen nicht pauschalisieren.

Folgende Grundvoraussetzungen wirken beim Feedback positiv:

  • Gegenseitige Akzeptanz und gegenseitiges Vertrauen 
  • Feedbackregeln sind jedem bekannt und werden von allen akzeptiert und eingehalten

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Weiterführende Links:
– Blogbeitrag „Wodurch zeichnet sich eine Feedbackkultur aus?“

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