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Agilität zieht weitere Kreise

Future@Performance Management – Vortrag bei der Deutschen Gesellschaft für Personalführung in Düsseldorf

DGFP

Vor Kurzem war ich in einen Arbeitskreis der Deutschen Gesellschaft für Personalführung eingeladen, der sich mit der Zukunft des Performance Management beschäftigt. In diesem Arbeitskreis sind verschiedene Unternehmensvertreter, die sich seit einiger Zeit mit dem Thema beschäftigen. Nicht nur die agilen Unternehmen, sondern auch die klassischen stellen zunehmend fest, dass Mitarbeiterjahresgespräche, individuelle Zielvereinbarungen und individuelle Bonussysteme an ihre Grenzen stoßen. Die agilen Prinzipien erhalten zunehmend Einzug auch außerhalb der Softwareentwicklung.

Spannend für mich war mal wieder die Herleitung zur Agilität, da ich mich gefragt habe, wie der Arbeitskreis auf das Thema gestoßen ist. Vereinfacht gesagt: Wir haben eine steigende Marktdynamik und sich ständig ändernde Rahmenbedingungen, was ein Indiz dafür ist, dass die Anpassungsfähigkeit der Organisation erhöht werden muss. Genau deshalb brauchen wir agile Organisationen. Und wenn wir agile Organisationen brauchen, dann stellt sich die Frage, was agile Organisationen sind und wie wir Leistung in agilen Organisationen messbar machen wollen bzw. können. Das war eine sehr spannende Diskussion.

Die meisten der erarbeiteten Thesen deckten sich mit den Inhalten meines Vortrags. Das bestätigt aus meiner Sicht, dass viele Veränderungen im Personalmanagement von Unternehmen nicht zwingend etwas mit Scrum und agilen Methoden zu tun haben. Es ist ein übergreifender und umfassender Trend, mit vielen verschiedenen Konsequenzen:

  1. Wir brauchen keine Mitarbeiterjahresgespräche mehr, sondern einen Dialog mit Mitarbeitern in kurzen Iterationen, um deren Entwicklung zu besprechen.
  2. Die Verantwortung für Feedback und Leistungsbewertung verlagert sich zunehmend von den Führungskräften in die Teams.
  3. In Zukunft werden bei Zielvereinbarungen operative Ziele irrelevanter werden, sondern vor allem individuelle Entwicklungsziele in den Vordergrund rücken.
  4. Individuelle variable Vergütungssysteme sind überholt und können abgeschafft werden.

 

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