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„Change von Klassisch zu Agil“

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Ein Kommentar zu

“„Change von Klassisch zu Agil“”

  1. Hans-Peter Korn

    20. August 2013

    Im Video wird von „klassischer“ und „agiler“ Organisation gesprochen – aber nicht erklärt, was sie kennzeichnet. Verstanden habe ich nur, dass bei der Einführung von Scrum eine Reihe schwer lösbarer Fragen und Probleme auftreten – und daher die Organisation zu ändern sei. .
    Als Organisationsentwickler würde ich aber eher sagen, dass dann offenbar Scrum nicht passt und etwas passenderes gemacht werden sollte.
    Das Grundproblem bei Scrum ist, dass es nur dann „Scrum“ ist, wenn es 1:1 dem Scrum Guide entspricht. Und alle Scrum-Trainer vertreten die Idee, dass Scrum zunächst vollständig gemäss Scrum Guide anzuwenden sei (also „big bang“ statt imkrementell-adaptive Einführung).

    Die Lösung komplexer adaptiver Probleme erfordert jedoch immer ein spezifisches und einmaliges Vorgehen. Dabei werden jedoch bekannte “Vorgehensmuster” – angepasst – genutzt und bestimmte übergreifende Techniken eingesetzt. Und es werden bestimmte allgemeine Prinzipien – etwa die 12 Prinzipien des Agilen Manifests – verfolgt.
    Im Bereich des Projektkmanagements ist PRINCE2 etwa eine Sammlung solcher “Vorgehesnmuster”, die jedoch je nach Situation spezifisch “zurechzuschneidern” sind. Auch für dieses “tailoring” beschreibt PRINCE2 übrigens “Vorgehensmuster”.

    Scrum kennt das nicht. Im Gegenteil, es verneint sogar das “tailoring” explizit: Ken schreibt das: “Scrum’s roles, artifacts, events, and rules are immutable and although implementing only parts of Scrum is possible, the result is not Scrum. Scrum exists only in its entirety.”
    Komplexe adaptive Probleme können damit nicht gelöst werden. Das passt eher zu wiederkehrenden und recht gut bekannten Aufgabenstellungen wie das Konfigurieren eines Webshops.

    Scrum stets 1:1 einsetzen zu wollen entspricht einem statischen, formalistischen und sicher nicht “agilen” Denken und Handeln.

    Wegen dieser statischen und formalistischen Denke des Scrum gleich auch die ganze Organisation verändern zu wollen, damit dieses Scrum passt, ist ja ziemlich „verwegen“….

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