Agiles Personalmanagement | Allgemein | Blog Franziska Wehner   Kommentieren   

„Was ist eigentlich Scrum?“ – Ein Einblick in die Welt von agilen Methodiken bei den HR Pioneers aus der Sicht einer Praktikantin

Vor Beginn meines ersten Praktikums hatte ich eine genaue Vorstellung von meinem zukünftigen Arbeitsumfeld im Kopf: Geschäftsführer und Mitarbeiter in Anzügen mit Krawatten, wenig Transparenz in den internen Prozessen und vor allem erst einmal wenig bis kein Mitspracherecht. Doch schon beim Vorstellungsgespräch stellte sich heraus, dass diese Prinzipien hier nicht an der Tagesordnung liegen. Die lockere Atmosphäre und das freundliche Miteinander haben mich sofort überzeugt. Hier würde ich gerne die nächsten Monate arbeiten wollen!

 

Zuvor war ich im Verlauf meines Studiums noch nie mit Scrum oder generell agilen Methoden in Berührung gekommen. Viele neue Begriffe und Ansichten mussten erst einmal verinnerlicht werden, was ein wenig Zeit in Anspruch genommen hat. Dabei hat es mir sehr geholfen, dass der Arbeitsalltag selbst im Büro nach Scrum ausgerichtet ist. So ist man sofort selber in den Prozess integriert, was einem hilft, die Abläufe besser zu verstehen und selber danach zu agieren. Die Scrum-Rollen selbst sind im Team klar unter den Mitgliedern verteilt. In dem Team-Weekly und den Dailys werden die aktuellen Tasks an den verschiedenen Boards festgehalten und den zu absolvierenden Sprints zugeordnet. Da die Tasks mit einem Namen versehen werden ist zu jeder Zeit für jeden ersichtlich, wer gerade an welcher Aufgabe arbeitet und wie der aktuelle Fortschritt aussieht. So ist ein schneller Austausch über die aktuellen Themen und eine ausgeprägte Feedback-Kultur möglich. Es wird offen über Einwände und Ideen geredet, so dass jeder im Team die Möglichkeit hat, sich bei allen Themen einzubringen. Am Ende jeden Monats findet eine Review und eine Retrospektive statt, wo genau analysiert wird, was gut gelaufen ist und was für die Zukunft verbessert werden kann. Die Verbesserungsvorschläge und Ideen werden dann zur Dokumentation in verschiedenen Backlogs festgehalten. Die große Transparenz aller internen Vorgänge war für mich ein sehr positives Erlebnis, da man vom ersten Tag an als vollwertiges Mitglied des Teams aufgenommen wird und sich auch als ein solches fühlt.

 

Scrum und andere alternative Entwicklungsprinzipien haben mich in den ersten drei Monaten meines Praktikums so sehr überzeugt, dass ich mich auch in meiner Freizeit mit diesem Thema beschäftige, aktuell wieder ein Praktikum absolviere und sogar plane, meine Bachelorarbeit darüber zu schreiben. Zudem war es für mich die richtige Entscheidung, ein Praktikum in einem Start Up zu absolvieren. Man lernt jeden Tag etwas Neues, da man an allem teilhaben darf und nicht nur einer Abteilung zugeteilt ist, in welcher man nur begrenzte Aufgabenbereiche bearbeiten kann. Wirklich nur zu empfehlen!

 

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