Praxisbeispiel: Scrum krempelt Karrierewege in Unternehmen um

Im IT-Fachmagazin CIO ist aktuell ein Artikel aus der Praxis, wie sich mit der Einführung von Scrum die Karrieren in IT-Unternehmen verändern. Am Beispiel unseres Kunden Publicis, eine der größten Werbeagenturen der Welt, werden die Herausforderungen dargestellt:

„Soll ein Projektleiter zum Product Owner werden, ist nicht jeder gleich begeistert. Diese Erfahrung machte Joel Flammann. Als Managing Director leitet er Publicis Modem Deutschland, den digitalen Bereich der Werbeagentur Publicis. Publicis Modem entwickelt unter anderem für Kunden Webseiten, bedient sie aber auch als Application Service Provider – oft auf Grundlage selbst entwickelter Anwendungen. Als Flammann vor zwei Jahren Scrum einführte, verbesserte er damit nach eigener Aussage die Qualität der Arbeit – verunsicherte aber zunächst einige Mitarbeiter.“

Diese Situation kennen wir aus der Praxis sehr häufig und es werden hierfür spezifische Lösungen notwendig:

„Die Rolle eines Product Owners und die Funktion eines Projektmanagers unterscheiden sich leicht – auf einmal gibt es die neue Rolle, und der Mitarbeiter hängt erst einmal so dazwischen“, sagt Flammann. Dem Management bei Publicis Modem wurde klar, dass die bisherigen Job-Profile mit den durch Scrum neu entstandenen Strukturen erst einmal abgeglichen werden müssen.

Viele Fragen waren zu beantworten, viel Kommunikation nötig. „Letztlich haben wir dadurch alle Unsicherheiten aus der Welt schaffen können, einige Mitarbeiter wurden auch wieder aus ihrer zunächst zugedachten Rolle herausgenommen und bekamen eine andere“, sagt Flammann. Beratend begleitet hat das Projekt Häusling. Für ihn sind solche Unsicherheiten ganz typisch. „Bisherige Projektleiter fragen sich, ob sie zum Beispiel als Scrum Master oder Product Owner in eine Sackgasse laufen, ob andere Arbeitgeber mit dieser Bezeichnung im Lebenslauf überhaupt etwas anfangen können“, sagt er. Weiterer Unsicherheitsfaktor für viele sei, dass mit der Einführung von Scrum auch bisherige Experten sich zusätzlich in Richtung eines Generalisten entwickeln müssen.

Üblich ist es aus Sicht von Häusling, dass Unternehmen derlei Fragen erst nach der Scrum-Einführung angehen. „Idealerweise sollten sie das schon mit der Einführung tun, aber bei den meisten ist es nachgelagert“, sagt er. Oft sei ein schneller Umstieg nötig, um den Betrieb sicherzustellen. Themen wie Personal-Management würden später angegangen. Sich damit zu befassen und Ängste der Mitarbeiter ernst zu nehmen, sei aber unumgänglich. „Man muss sehr schnell klare Orientierung und neue Sicherheit geben“, sagt der Scrum-Experte.

Bei Publicis Modem geschah das, indem die Mitarbeiter beim Überführen der bisherigen Stellenprofile in ein neues Modell mitreden durften. Sie hatten somit Einfluss darauf, welche neuen Karrierewege es jetzt in der Agentur gibt.“

Den gesamten ausführlichen Artikel findet ihr hier.

 

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