Warum Unternehmen Scrum-Professionals verlieren, Teil 1

Warum verlassen Mitarbeiter ein Unternehmen? Und vor allem warum verlassen Scrum-Professionals ein Unternehmen?

Gestern sagte mir eine Kunde, wenn er Vorstellungsgespräche führt und er Kandidaten nach dem Wechselgrund fragt, ist die häufigste Antwort: „Weil ich keine Weiterentwicklungsmöglichkeiten sehe“. Dies deckt sich absolut mit unseren Erfahrungen. Doch was steckt dahinter?

Nach Robbins haben Menschen sechs Grundbedürfnisse:

1. Sicherheit

2. Abwechslung

3. Anerkennung

4. Beziehung/ Connection

5. Wachstum

6. Sinn (einen Beitrag leisten).

In unserem Buch beziehen wir dies konkret auf die Arbeitswelt. Wenn alle diese Bedürfnisse bei einem Mitarbeiter gestillt werden, wird er im Unternehmen bleiben. Sollten zu viele Bedürfnisse, zu lange nicht gestillt werden, dann wird er immer schauen, dass er er die Bedürfnisse woanders (also in einem anderen Unternehmen) gestillt bekommt. Das bedeutet: finde als Führungskraft, als ScrumMaster (oder gleich in welcher Rolle Du Führungsverantwortung hast) heraus, welche Bedürfnisse Deine Mitarbeiter haben und wie Du sie stillen kannst.

Herausfinden kannst Du die Bedürfnisse durch

1. Gutes Beobachten.

2, Konkretes Nachfragen.

Was können konkret Maßnahmen sein um die jeweiligen Bedürfnisse zu stillen:

1. Sicherheit: Rituale (z.B. des Erfolge Feierns, Planbarkeit in Bezug auf Karriere, unbefristete Arbeitsverträge, etc.). Das Scrum Framework selbst bietet sicherlich auch schon ein Mindestmaß an Sicherheit in einem turbulenten Umfeld.

2. Abwechslung: Neue Projekte, Produkte, neue Technologien ausprobieren dürfen

3. Anerkennung: Feedback, Lob (täglich: erwische Deine Mitarbeiter dabei, was Sie gut gemacht haben), Gehalt

4. Beziehung/ Connection: Gemeinsame Events (Paintball, Europapark, etc.), Grillen

5. Wachstum: Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten, Karriereperspektiven bieten (auf diesen Punkt gehen wir in Kürze noch mal näher ein).

6. Sinn/ einen Beitrag leisten: Identifikation mit der Produktvision schaffen, soziale Projekte anbieten

Meistens neigen Unternehmen zu sagen: Das kenne ich schon. Erfolgreiche Unternehmen und Teams sagen: Das machen wir schon. Hier liegt der Unterschied.

 

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