Der Sinn von Zertifizierungen im Scrumumfeld

Vor wenigen Tagen hat Boris Gloger bekannt gegeben, eigene Zertifizierungen anzubieten und hat dies in seinem Blogbeiträgen ausführlich dargestellt:

http://borisgloger.com/2010/11/30/sinn-von-zertifizierung-mehrwert-fur-die-kunden-statt-selbstgefalligkeit-der-anbieter/

Ich hatte vor kurzem bereits berichtet, dass ich in nächster Zeit mehr über die Zertifizierungen aus Personalsicht schreiben werde und will zunächst noch mal mit allgemeinen Ausführungen weiter machen.

In Deutschland meinen immer noch viele Menschen, dass Zeugnisse (vor allem auch Arbeitszeugnisse) und Zertifikate besonders wichtig und wertvoll sind. Warum eigentlich?

Ein Zeugnis oder Zertifikat soll belegen, dass jemand einen gewisses theoretisches Wissen erworben hat. Aber wir haben auch alle die Erfahrung gemacht, dass die Mitschüler mit den besten Noten aus verschiedenen Gründen heute nicht die erfolgreichsten Kollegen sind. Den Noten messen häufig Fleiß und die Anpassungsfähigkeit an ein bestimmtes Lernsystem.

Als Personaler interessiert mich doch, inwieweit ein Mitarbeiter in der Lage ist, sein (Fach-)Wissen erfolgreich in der Praxis anzuwenden. Ich kenne einige Freuende, die großartiges Scrum Know-how, aber keine Zertifizierung haben. Bedeutet dies etwa, dass Ihnen etwas fehlt und ggf. ein Zertifikat machen müssten, nur des Zertifikats wegen?

Auf der anderen Seite gibt es Menschen, die alle Zertifizierungen haben, aber über keine Praxiserfahrung verfügen. Helfen Ihnen die Zertifizierungen?

Zertifizierungen können im Scrumumfeld hilfreich sein, müssen aber nicht. Für den Einstieg hilft es sicherlich, aber mit zunehmender Erfahrung zählt das Praxiswissen. Und dies wird Vorstellungsgespräch bzw. spätestens im Arbeitsalltag sichtbar, ob man in der Lage ist ein Zertifikat zu machen oder Scrum wirklich zu leben.

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