Wie es sich wirklich anfühlt, ein:e Pionier:in zu werden
Wie läuft das eigentlich, wenn man bei HR Pioneers neu startet? Was erwartet neue Kolleg:innen in den ersten Tagen und Wochen? Und wie fühlt sich das Ganze wirklich an?
Unsere Kollegin Wiebke hat ihr eigenes Onboarding-Erlebnis festgehalten – offen, ehrlich und mit einem Augenzwinkern. Einblicke, Learnings und persönliche Aha-Momente inklusive.
Ein herzlicher Start – mit System und Seele
„Auf zu neuen Ufern“ – so begrüßt mich die Karte, die an meinem ersten Tag auf dem Schreibtisch liegt. Dazu frische Blumen, mein eingerichteter Apple-Rechner, ein Coffee Cup … und ganz viele offene Kolleg:innen, die mich herzlich willkommen heißen.
Auch mein persönlicher Onboarding-Guide macht Eindruck: Alle relevanten Infos auf einen Blick – pragmatisch, liebevoll gestaltet, mit dem Satz: „Nutze den gesunden Menschenverstand.“ Endlich mal.
Was mich überrascht: Fragen sind nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht – egal ob es um Inhalte oder um die Handwaschlotion geht. Unterstützung kommt prompt. Meine Patin Franzi rettet mich mehrfach vor Apple-Abgründen, Kollegin Astrid erklärt die Pionier:innen-Insider, und beim gemeinsamen Mittagessen lerne ich Köln kulinarisch kennen.
Agil onboarden? Heißt: Du bist gefragt.
Statt Pflichttermine gibt’s eine Checkliste zur Einarbeitung – mit Themen, Tools und Ansprechpartner:innen. Die Verantwortung liegt bei mir: Termine machen, Trainings besuchen, mich selbst organisieren. Das wirkt erst mal ungewohnt, ist aber genau richtig.
Natürlich sind wir auch beim Onboarding nicht ohne Reflexion unterwegs: Im Resonanzprozess, der sich an unseren Werten orientiert, geben Kolleg:innen Rückmeldung – offen, ehrlich und wertschätzend. Das erste Gespräch verunsichert mich zunächst (Beobachtung? Bewertung?), aber am Ende überwiegt das Vertrauen: in mich selbst und in das Miteinander.
Learning No. 1: Feedback ist hier kein Kontrollinstrument, sondern ein echtes Geschenk.
Selbstorganisation braucht Zeit – und Haltung
Schnell wird klar: Die Dinge laufen hier anders. Statt starrer Strukturen gibt’s viel Freiheit. Statt Vorgaben gibt’s Verantwortung. Das ist großartig – und herausfordernd.
Denn in einer Organisation, in der Rollen und Aufgaben nicht zentral gesteuert, sondern gemeinsam im Team gestaltet werden, entsteht viel Gestaltungsspielraum. Ich merke: 20 Stunden reichen mir nicht. Ich will mehr mitgestalten – also stocke ich auf. Kein bürokratischer Akt, sondern eine kurze Rücksprache mit André: „Klar, ab sofort.“
Learning No. 2: Auch Selbstorganisation muss man lernen – und wachsen lassen.
Trainings, Labs und ein starker Purpose
Zu meinem Onboarding gehört auch ein erster Besuch in einem unserer Trainings: Agile Organisationsstrukturen. Ich lerne neue Kolleg:innen und Kund:innen kennen – und erlebe, wie leidenschaftlich hier diskutiert, gecoacht und entwickelt wird.
Noch intensiver wird es im Pioneers Lab – unser zentrales Format für interne Weiterentwicklung. Es ist straff getaktet, intensiv, reflektiv. Und obwohl ich viel gehört hatte über Reibung und Gruppenkoller – ich finde vor allem: ein Miteinander auf Augenhöhe.
Learning No. 3: Transparenz schafft Vertrauen. Und Verbindung.
Kommunikation – überall und immer
Im Pioneers-Alltag ist Kommunikation alles – Slack, Trello, Coffee Calls, Townhalls, persönliche Treffen. Das kann anfangs überfordern. Aber es hilft enorm, dass alle mitdenken – und sich gegenseitig begleiten.
Natürlich gibt’s auch erste Irritationen: Wo ist Raum für Mitbestimmung? Wo nicht? Gibt’s Regeln? Antwort: Nein – aber viele Gespräche.
Learning No. 4: Klare Strukturen helfen – aber entscheidend ist, dass wir im Gespräch bleiben.
Und zwischendurch: einfach losgaloppieren
Ich merke, wie viel Eigenverantwortung ich hier übernehmen darf – und soll. Das fühlt sich frei an. Nach Jahren des Gegenwinds laufe ich plötzlich mit Rückenwind.
Learning No. 5: Agiles Arbeiten ist kein Ponyhof – aber es lohnt sich.
Learning No. 6: Offenheit zahlt sich aus. Und Vertrauen trägt.
Learning No. 7: Selbstorganisation braucht auch Pausen.
Learning No. 8: Feedback ist immer sinnvoll
Auch, wenn es „nur“ Bestätigung ist. Es geht nicht nur um Kritik, sondern auch um Resonanz im besten Sinne: „Danke, dass Du … Es hat mir geholfen, als …“ – das ist wertvoll. Und es zeigt: Wir schwingen miteinander. Und wir lernen voneinander.
Ein besonders schönes Feedback im dritten Resonanzgespräch: „Ich schätze es, dass Du für Dich sorgst.“ Ich hatte mir über Weihnachten bewusst eine Pause gegönnt – und die wurde nicht nur akzeptiert, sondern wertgeschätzt.
Learning No. 9: Selbstorganisation braucht Selbstfürsorge.
Balance statt Dauerfeuer
Die HR Pioneers-Welt ist intensiv. So viel Neues, so viel Nähe, so viele Ideen. Und plötzlich ist man mittendrin in einer Welt voller Workshops, Labs, Townhalls – fast wie eine Eventreihe mit Jobanschluss.
Learning No. 10: Auch ein erfüllendes Arbeitsleben braucht Balance.
Als Patin begleite ich nun selbst neue Kolleg:innen. Dabei merke ich: Auch wenn der Wechsel zu uns eine echte Umstellung ist – er lohnt sich.
Learning No. 11: Es gibt kein Zurück
Wer einmal so gearbeitet hat wie hier – wird nie wieder zurückwollen. Weil es anders geht. Und weil es besser geht. Für Menschen. Für Zusammenarbeit. Für Organisationen.
Danke.
An meine Kolleg:innen. An André. Und an mich selbst – dafür, nie aufgehört zu haben, zu glauben, dass Arbeit auch anders geht.
Du überlegst, Teil unseres Teams zu werden?
Dann hoffen wir, dass Dir dieser Einblick hilft. Bei HR Pioneers gestalten wir nicht nur Organisationen – sondern auch unsere Zusammenarbeit. Mit Haltung, Struktur und Mut.
